Japan: Touristen kommen nur langsam zurück
![]() Bald beginnt die Kirschblüte in Japan – doch die Touristen sind weiter zurückhaltend. Foto: Dertour |
Zehn Monate nach dem Tsunami und der Atomkatastrophe von Fukushima werden Reisen nach Japan weiterhin nur verhalten gebucht. Die Agentur JF Tours, deren Gruppenreisen bei zahlreichen deutschen Veranstalter im Programm sind, verzeichnet im Vergleich zum Vorjahresniveau einen Rückgang von 80 Prozent. Das japanische Fremdenverkehrsamt JNTO verbuchte bis November einen Rückgang der Gästezahl von 36,5 Prozent aus dem deutschen Markt, hier gehen aber auch Geschäftsreisende und private Besuche in die Statistik ein.
JF-Tours-Inhaber Johannes Frangenberg hofft, dass sich der Tourismus in diesem Jahr wieder belebt, "denn seit Anfang Januar hat die Nachfrage nach Japan spürbar angezogen". Auch bei Dertour ist man optimistisch und erweitert das Programm: "Im Sommer 2012 sind wir bis auf zwei Reisen wieder beim ursprünglichen Umfang", sagt Produkt-Managerin Yvonne Gros.
Die meisten anderen Veranstalter sind deutlich zurückhaltender: Studiosus hat nur eine Nippon-Tour im Angebot, bei Gebeco rechnet Produkt-Manager Stephan Büchler "frühestens 2013 mit einer nennenswerten Steigerung des Reiseinteresses". Und Ikarus hat das Programm von fünf auf drei Touren reduziert. "Ein wirklich starkes Wachstum erwarten wir für diese Region nicht", erklärt Vertriebschef Ralf Huber.
Denn auch der Wechselkurs macht die Vermarktung nicht einfacher. "Im Zuge der Euro-Krise ist der Yen in den letzten sechs Monaten um fast 20 Prozent gegenüber dem Euro gestiegen", beklagt Frangenberg. Das treibt die Reisepreise nach oben, besonders im Hoteleinkauf.
Mehr zum Thema Japan-Reisen ist in der heutigen Ausgabe von touristik aktuell zu finden.


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