Fr 11.03.16

Ägypten: „Goldener Standard“ für Airport-Sicherheit


Will Urlaubern und Reiseverkäufern das Vertrauen in Ägypten zurückgeben: Tourismusminister Hisham Zaazou. Foto: mg

Will Urlaubern und Reiseverkäufern das Vertrauen in Ägypten zurückgeben: Tourismusminister Hisham Zaazou. Foto: mg

Ägypten kommt auf dem Weg zu mehr Sicherheit in touristischen Regionen und an Flughäfen wie Sharm el Sheikh und Hurghada offenbar gut voran. „Wir hatten gerade wieder Kontrollen britischer Behörden. Ihr Urteil war exzellent“, sagte Tourismusminister Hisham Zaazou auf der Berliner ITB.

In diesen Tagen erwartet Ägypten eine deutsche Delegation von Sicherheitsexperten, parallel dazu führte Zaazou in Berlin Gespräche mit dem Verkehrsministerium und Bundestagsabgeordneten. „Wir müssen diese Krise als Chance sehen und einen goldenen Standard der Airport-Sicherheit schaffen“, kündigte Zaazou an.

Bereits vor Monaten hatte Ägypten dafür einen Kooperationsvertrag mit einer internationalen Sicherheitsagentur geschlossen und zusätzliche Mittel in Höhe von 34 Millionen US-Dollar zu Verfügung gestellt. Mit diesem Geld wurde inzwischen auch das Sicherheitspersonal in den Touristengebieten personell aufgestockt und weiter ausgebildet.

2015 konnte Ägypten mit 1,02 Millionen deutschen Gästen einmal mehr die magische Millionen-Marke knacken. „Wir waren für 2016 einem guten Weg, die Rekordzahl von 2010 mit 1,3 Millionen deutschen Gästen zu erreichen“, sagte Zaazou. Leider hätten internationale Ereignisse, aber auch der nach wie vor nicht aufgeklärte Absturz eines russischen Ferienfliegers bei Sharm el Sheikh diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Zaazou ist trotz allem „von Herzen überzeugt“, dass die Tourismusregionen Ägyptens „ein sicheres Reiseziel“ und keineswegs unsicherer als Berlin oder Frankfurt sind. „Unser Problem ist die Wahrnehmung der Menschen hier in Europa. Wir müssen ihnen zeigen, was wir zu bieten haben: ein sicheres und großartiges Urlaubserlebnis.“

Airlines will Zaazou weiterhin mit Subventionen für leer gebliebene Sitze unterstützen, um die Kapazitäten möglichst hoch zu halten. Zudem werde es individuelle Vereinbarungen mit Veranstaltern geben, um die Basis für eine erfolgreiche Wintersaison 2016/2017 zu legen.  

„Direktverbindungen sind der Schlüssel zu unserem Erfolg“, so Zaazou. Ziel müsse deshalb sein, die Kapazitäten in diesem Sinne wieder nach oben zu fahren, spielte er auf aktuelle Engpässe an. Parallel dazu will der erfahrene Touristiker wieder Aktionen für Reisebüros starten, um ihnen das Vertrauen in Ägypten zurückzugeben. „Wenn die Reiseverkäufer von unserem Land überzeugt sind, werden sie das auch an ihre Kunden weitergeben“, zeigt sich Zaazou optimistisch.

 

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