Mo 11.09.17

Irma: Update Veranstalter und Kreuzfahrten


Links Hurrikan Irma, rechts Jose: Die Hurrikan-Saison ist noch nicht vorbei. Foto: Wikimedia

Links Hurrikan Irma, rechts Jose: Die Hurrikan-Saison ist noch nicht vorbei. Foto: Wikimedia

Hurrikan „Irma“ hat am Wochenende insbesondere in der Karibik schwere Schäden hinterlassen. Mindestens 40 Menschen sind in der Karibik und den USA ums Leben gekommen, darunter allein zehn auf Kuba. Nun ist der Wirbelsturm in abgeschwächter Form in Florida angekommen. Mehr als sechs Millionen Menschen wurden von den Behörden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Die Veranstalter sind momentan noch dabei, in den betroffenen Gebieten die Lage zu sondieren und ihre Stornierungs- und Umbuchungsregeln gegebenenfalls anzupassen.

TUI

TUI hat bereits eine Entscheidung getroffen und fliegt 600 Urlauber aus dem Norden Kubas „so schnell wie möglich nach Hause“. In der Region rund um Varadero könnten „durch die Schäden an Hotels und Infrastruktur die gebuchten Leistungen derzeit nicht erbracht werden“, heißt es aus Hannover. Reisen nach Varadero mit Anreisedatum bis einschließlich 18. September werden abgesagt, der Reisepreis wird zurückerstattet.

In der kubanischen Provinz Holguin seien hingegen bislang keine Schäden gemeldet worden, auch habe der örtliche Flughafen den Betrieb wieder aufgenommen. Noch keine gesicherten Informationen gibt es aus der Hauptstadt Havanna, TUI-Informationen zufolge ist der Flughafen wieder geöffnet.

TUI-Gäste in Florida wurden in Orlando und Charlotte in Sicherheit gebracht. Bei Anreisen nach Florida bis einschließlich 14. September bietet der Veranstalter kostenlose Stornierungen und Umbuchungen an.

Thomas Cook

Ähnliche Regelungen hat auch Thomas Cook getroffen. Da die kubanischen Inseln Cayo Coco, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria schwer vom Hurrikan getroffen wurden, hat der Veranstalter alle Reisen dorthin bis 31. Oktober abgesagt.

Reisen nach Havanna oder Varadero sowie Kuba-Rundreisen mit Anreise bis einschließlich 18. September können kostenfrei umgebucht oder storniert werden. Reisende, die sich aktuell in Varadero aufhalten, werden nach und nach zurück nach Hause gebracht, sobald die Infrastruktur dies zulässt.

In der Region um Holguin sei hingegen ein „regulärer Hotelbetrieb in nahezu allen Anlagen gewährleistet". Kunden, die ihre Reise mit Anreisedatum bis 15. September dennoch nicht antreten möchten, können ebenfalls ohne anfallende Kosten stornieren oder umbuchen.

Thomas Cook hat mittlerweile ein internationales „Special Assistance Team“ nach Kuba geschickt, um die Mitarbeiter vor Ort und die Gäste zu unterstützen.

In Florida wurden von der Evakuierung betroffene Gäste in Orlando untergebracht. Alle Florida-Reisen mit Anreise bis einschließlich 18. September wurden abgesagt.

Für die Dominikanische Republik gilt eine deutlich kürzere Frist: Da die Destination kaum Sturmschäden zu vermelden hatte, sind lediglich Reisen mit Anreisedatum bis zum 12. September kostenfrei zu stornieren oder umzubuchen.

DER Touristik

Die Veranstaltermarken von DER Touristik fliegen bis einschließlich 18. September keine neuen Gäste nach Florida und Kuba und erstatten den Reisepreis zurück. „Pauschalreisegästen, die bereits in Florida oder Kuba sind, und die umbuchen oder nach Hause fliegen möchten, hilft DER Touristik, je nach Wunsch, bei der Suche nach Urlaubsalternativen oder kümmert sich um die schnellstmögliche Heimreise“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung.

FTI

Von FTI heißt es, man sondiere die Lage auf Kuba und in Florida und sei in Kontakt mit den Behörden sowie der Agentur vor Ort. Und weiter: „Anreisende Gäste oder solche, die ihre Reise in betroffene Gebiete Floridas bereits angetreten haben, können in den kommenden Tagen kostenlos umbuchen beziehungsweise stornieren.“

Schauinsland Reisen

Bei Schauinsland Reisen wurden alle Kuba-Reisen bis 15. September aktiv abgesagt. „Je nach Zustandsbericht werden wir diesen Zeitraum aber vermutlich noch verlängern“, teilt das Unternehmen mit. Kostenlose Umbuchungen und Stornierungen für Kuba-Reisen seien bis 18. September möglich. Die Lage auf der Karibikinsel sei sehr unübersichtlich, bislang konnten die Mitarbeiter noch nicht zu den Hotels, in denen Schauinsland-Gäste untergebracht waren, gelangen. Man wisse jedoch, dass diese evakuiert worden seien.

In der Dominikanischen Republik sei die Lage normal, alle Reisen könnten wie geplant stattfinden. Hier gibt es keine gesonderten Umbuchungs- oder Stornoregeln.

Pauschalreisen und Nur-Hotel-Reisen nach Florida mit Anreisen bis 14. September hat der Veranstalter abgesagt. Über Anreisen ab dem 15. September werde entschieden, sobald nähere Informationen zum Ausmaß der Schäden vorliegen. Die Gäste mit Anreise bis 17. September wurden bereits kontaktiert.

Kreuzfahrten

Kreuzfahrten in der Krisenregion werden unterdessen weiterhin umgeroutet beziehungsweise gestrichen – zum Teil fahren die Schiffe Hilfseinsätze.

Royal Caribbean International will die Rückkehr der Oasis of the Seas, der Harmony of the Seas und der Allure of the Seas so lange hinauszögern, bis eine sichere Rückkehr in die Ausschiffungshäfen möglich ist. Kunden, die von einer Routenänderung oder Reiseabsage betroffen sind, will Royal Caribbean „sehr kulant mit großzügigen Regelungen“ entgegenkommen, so ein Unternehmenssprecher.

Die Reederei erstatte Gästen, die ihre Kreuzfahrt aufgrund einer Reiseabsage oder fehlender Flugverbindung nicht antreten können, die kompletten Reisekosten und Gebühren. Sie erhalten außerdem eine Gutschrift in Höhe von 25 Prozent auf eine zukünftige Kreuzfahrt, sofern diese innerhalb der nächsten 30 Tage gebucht wird.

Derzeit geht die Royal Caribbean davon aus, dass die für das nächste Wochenende geplanten Abfahrten ab Fort Lauderdale wieder planmäßig durchgeführt werden können.

Norwegian Cruise Line (NCL) hat die Kreuzfahrten der Norwegian Escape in die östliche Karibik bis zum November auf eine Route in die westliche Karibik verlegt.

Mit einem blauen Auge sind Bewohner und Touristen in der Dominikanischen Republik davongekommen. Laut Informationen des Fremdenverkehrsamtes wurde die touristische Infrastruktur der Insel nicht getroffen.

Die Resorts in den touristischen Gebieten wie Puerto Plata und Samana an der Nordküste, Punta Cana/Bavaro im Osten sowie La Romana und Santo Domingo hätten ihren Normalbetrieb bereits am Freitag wieder aufnehmen können. „Wir sind dankbar und froh, dass unser Land unbeschadet geblieben ist. In Gedanken sind wir natürlich bei unseren karibischen Nachbarn“, sagt Petra Cruz, Europa-Direktorin des Tourist Boards der Dominikanischen Republik.

Momentan braut sich mit „Jose“ ein neuer Wirbelsturm über der Karibik zusammen. Die Lage bleibt also angespannt.

 

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