DB-Provisionen: Durchwachsene Bilanz
![]() Trotz leichter Enttäuschung vom Provisionsmodell überzeugt: DB-Manager Birgit Bohle und Mathias Hüske. Fotos: DB |
Ein Jahr nach Einführung des neuen Provisionsmodells für die DB-Agenturen ist die Bilanz der Bahn nicht durchgängig positiv. „Wir ziehen ein gemischtes Fazit“, räumt Vertriebs-Manager Mathias Hüske anlässlich der Jahresbilanz 2011 von DB Vertrieb ein. Die Besserstellung von Top-Partnern wie Premium- oder Profiagenturen habe nur teilweise zu den erwarteten Ergebnissen geführt.
Seit Anfang 2011 gilt das neue Vergütungssystem, bei dem sich die Provisionshöhe nicht nur nach dem Umsatz der Reisebüros, sondern auch an deren Teilnahme an Marketing-Maßnahmen und Schulungen richtet. Entsprechend sind die Vertriebspartner in Basis-, Bahnhofs-, Präsenz-, Profi- und Premiumagenturen eingestuft.
Insbesondere das Ergebnis im Profi-Segment habe die Erwartungen nicht erfüllt, so Online-Vertriebsleiter Hüske, der bis Ende 2011 auch für die Agenturen zuständig war. „Diese Partner haben im Schnitt sogar schlechter abgeschnitten als die Basisagenturen.“ Dies habe dazu beigetragen, dass die Zahl der Top-Partner in diesem Jahr um 62 auf 1.065 Reisebüros gesunken sei.
An dem neuen Modell will die Bahn deshalb aber nicht rütteln. „Die grundsätzliche Richtung halte ich für sinnvoll“, betont DB-Vertriebschefin Birgit Bohle und schließt damit spätere Nachbesserungen nicht aus. Das Vergütungssystem gilt bis Ende 2013.
Große Auswirkungen auf das Agenturnetz hatten die Neuerungen indes nicht: Im vergangenen Jahr blieb die Zahl der DB-Reisebüros mit knapp 3.000 nahezu konstant. Verringert hat sich hingegen erneut der Anteil des Agenturvertriebs an den Gesamteinnahmen, der 2011 um fast 2 Prozentpunkte auf 12,2 Prozent sank. Dagegen legte der Ticket-Verkauf über die Automaten und besonders das Internet erneut zu.


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