Mi 25.01.12

Thomas Cook entschuldigt sich


Ärgert sich über Werbe-Slogans der eigenen Direktvertriebsmarke: Cook-Vertriebsleiter Carsten Seeliger
Ärgert sich über Werbe-Slogans der eigenen Direktvertriebsmarke: Cook-Vertriebsleiter Carsten Seeliger. Foto: mg

Nach dem Ärger vieler Reisebüros über eine Anzeige der Thomas-Cook-Tochter Urlaubshop im Bonner Generalanzeiger hat sich die Vertriebsabteilung des Reisekonzerns offiziell entschuldigt.

"Wir bedauern ausdrücklich die Äußerungen von Urlaubshop in Bezug auf Reisebüros und distanzieren uns von dieser Darstellung", schreibt Vertriebsleiter Carsten Seeliger in einem Statement. Sein Team sei in die Gestaltung der Anzeige nicht eingebunden gewesen. "Wir hätten solche Äußerungen nicht toleriert", betont Seeliger. Urlaubshop hatte im Generalanzeiger mit dem Hinweis geworben: "Direkt beim Veranstalter buchen und richtig sparen. Denn teure Provisionen an Reisebüros, Vermittler etc. entfallen."

Dass die Zentrale in Oberursel von der Anzeige nichts wusste, begründet Seeliger mit der Eigenständigkeit der Direktvertriebsmarke. "Wir haben die Kollegen energisch darauf hingewiesen, dass dieses Vorgehen aus unserer Sicht nicht akzeptabel ist und sich auf keinen Fall wiederholen darf", stellt der Cook-Manager klar.

Gleichzeitig betont Seeliger, dass Thomas Cook in den vergangenen Jahren deutlich in den stationären Vertrieb investiert habe, etwa durch die Anpassung und Vereinfachung des Provisionsmodells und den Ausbau des Schulungsangebots. "Dies zeigt ganz klar, wie wichtig uns unsere Reisebüro-Partner sind", betont der Vertriebsleiter abschließend.