Mo 26.09.16

Pauschalreisegesetz: Positive Signale


Erwartet positive Veränderungen für Reisebüros im aktuellen Entwurf zur neuen Pauschalreiserichtlinie: BTW-Chef Michael Frenzel. Foto: ta

Erwartet positive Veränderungen für Reisebüros im aktuellen Entwurf zur neuen Pauschalreiserichtlinie: BTW-Chef Michael Frenzel. Foto: ta

Nach dem DRV haben nun auch der Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros (VUSR), der Internet-Verband VIR sowie der BTW persönliche Gespräche mit dem Justizministerium über die neue Pauschalreiserichtlinie geführt. Wunder darf man dabei nicht erwarten, aber die Signale sind positiv.

Man habe nach dem Treffen mit Justizminister Heiko Maas „den Eindruck gewonnen, dass der Minister die negativen Auswirkungen auf die Reisebüros verstanden hat und Verbesserungen erreichen möchte“, verkündete jüngst DRV-Hauptgeschäftsführer Dirk Inger.

BTW-Präsident Michael Frenzel zog heute nach: In den Gesprächen mit dem BTW habe Maas signalisiert, dass man der Branche „mehr als symbolisch“ entgegenkommen und den Entwurf anpassen werde, sagte Frenzel auf dem 20. Gipfeltreffen des Bundesverbands der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) in Berlin.

Der frühere TUI-Chef rechnet unter anderem mit Veränderungen bei der Vermittlung von Einzelleistungen durch Reisebüros, damit diese nicht unmittelbar in die Veranstalterhaftung geraten. Genau dies fordern auch der DRV, der ASR und der VUSR. Letzterer hatte am Donnerstag vergangener Woche bei einem Treffen mit Staatssekretär Gerd Billen von diesem die Zusage erhalten, sich die möglichen Folgen der neuen Richtlinie vor Ort im Reisebüro anzuschauen. Einen Termin dafür gibt es noch nicht.

Hintergrund der Einladung an den Counter: Billen habe „verständlicherweise“ nicht nachvollziehen können, welcher Zusatzaufwand Reisebüros durch die Richtlinie droht, berichtet VUSR-Präsidentin und Reisebüro-Inhaberin Marija Linnhoff von dem Gespräch im Ministerium. Und ergänzt: „Ein Außenstehender kann sich den Ablauf in einem Reisebüro und die Ansprüche deutscher Verbraucher gerade im Hinblick auf Urlaubsreisen logischerweise nicht vorstellen, wenn er es noch nie selbst erlebt hat.“

Während es BTW und DRV um Änderungen in der vorliegenden Richtlinie geht, hat Linnhoff die Hoffnung auf eine vollständige Rücknahme der Vorlage noch nicht aufgegeben. Dem VUSR sei zwar „durchaus bewusst, dass die Chance auf ein ‚Return-To-Sender‘aus rechtlichen Gründen sehr gering ist“, betont Linnhof. Aber „genau deshalb sollte ein Politiker anhand realer Situationen im Vertrieb mitbekommen, warum die Richtlinie so nicht durchführbar und sogar in höchstem Maße verbraucherunfreundlich ist.“  

 

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