Städtereisen: Das Geschäft rockt
![]() Bereichert das Musical-Angebot von Berlin: Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont“. Foto: Stage Entertainment |
Die Buchungszahlen der Veranstalter sind eindeutig: Das Geschäft mit Städtereisen ist ein Dauerbrenner. Ohne Ausnahme berichten die Anbieter von einem ungebrochenen Trend zum Tapetenwechsel zwischendurch.
„Wir haben das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem zweistelligen Plus abschließen können“, freut sich etwa Giorgio Volpe, Produkt-Manager von Thomas Cook und Neckermann Reisen. Und TUI-Manager Frank Stoll stellt fest: „Städtereisen und Veranstaltungs-Tickets sind im Vergleich zum Gesamtmarkt überproportional gewachsen.“
Insbesondere die skandinavischen Hauptstädte verzeichneten „auffällig starke Zuwächse“, bilanziert Dertour-Produkt-Manager Sven Kindl. Barcelona, Köln und Venedig hätten zweistellig zugelegt, ebenso bleibe Istanbul ein angesagtes Ziel. Bei FTI liegen deutsche Städte weiterhin im Trend, aber auch für Amsterdam und Dublin beobachtet Produktleiterin Ulrike Schäfer eine steigende Nachfrage.
Dabei spielen Musicals und Events eine zunehmend wichtige Rolle, laut Dertour-Manager Kindl bilden sie „meist sogar das Hauptreisemotiv“. Großer Beliebtheit erfreue sich weiterhin das Disney-Musical „Der König der Löwen“ in Hamburg. Aber auch die beiden anderen Produktionen der Hafenstadt, „Tarzan“ und „Sister Act“, bescherten der Rewe-Baustein-Marke schöne Zahlen.
Für den Sommer 2012 haben die Veranstalter ihre City-Programme auf Wachstum getrimmt. So hat TUI das Family-Angebot deutlich ausgebaut und Thomas Cook in nachfragestarken Städten wie Berlin, Hamburg und Wien nachgelegt. Bei Dertour wurden zahlreiche Erlebnisbausteine neu aufgenommen und bei ITS Reisen fünf Ziele.
Die Preise haben sich derweil recht unterschiedlich entwickelt. „Im europäischen Ausland gibt es für viele Städte leichte Steigerungen“, so Dertour-Manager Kindl. In London hätten die Hotelraten sogar deutlich angezogen, in erster Linie wegen der Olympischen Spiele. Auch für Deutschland ergibt sich kein einheitliches Bild, weil sich mancherorts Bettensteuer und Kulturförderabgaben auf die Übernachtungskosten niederschlagen.
Mehr zum Thema lesen sie im Schwerpunkt Städtereisen/Events/Musicals in der kommenden Ausgabe von touristik aktuell.


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