Mo 14.11.16

Tahitis hübsche Schwester


Moorea ist eine der schönsten Inseln in Französisch-Polynesien


Südsee-Traum: Palmen, Hängematte und die Bungalows des Sofitel Moorea Ia Ora Beach Resorts

Südsee-Traum: Palmen, Hängematte und die Bungalows des Sofitel Moorea Ia Ora Beach Resorts

Ob mit Ukulele oder Gitarre: Auch auf Moorea spielt die traditionelle Musik. Fotos: hb

Ob mit Ukulele oder Gitarre: Auch auf Moorea spielt die traditionelle Musik. Fotos: hb

Ewiger Sommer. Wucherndes Grün der Tropen. Gleißend weiße Strände. Bungalows auf Stelzen. Schwärme von bunten Fischlein im türkisgrün leuchtenden Wasser. Die Hängematte zwischen zwei Kokospalmen. Eine solche Zauberinsel, der ganz reale Traum von der Fototapete, gibt es tatsächlich. Moorea, Tahitis kleine Schwester, liegt nur 17 Kilometer entfernt von Papeete – ein Express-Katamaran bringt einen in einer knappen halben Stunde hin.

Wer im Ausflugsboot durch die Lagune von Moorea schippert, vorbei an der Cook’s Bay mit dem ankernden Kreuzfahrtschiff vor dem schroffen Vulkan Mont Mouaputa, ist mittendrin in einer der schönsten Südsee-Ansichten Französisch-Polynesiens. In diesem Urlaubsparadies gibt es nicht einmal eine Schlange. Aber dafür ein paar neugierige Tiere, die ziemlich gefährlich aussehen.

„Keine Angst. Sie tun euch nichts. Wirklich nicht“, verspricht der Guide. Vielleicht schützen ihn seine traditionellen Tattoos vor den Meeresungeheuern. Aber wie sieht es mit uns aus, Gästen mit der bleichen Touristenhaut?

Wir stehen im brusttiefen Wasser, umgeben von furchterregenden Fischen. Doch die Stachelrochen und Zitronenhaie von Moorea sind wohl schon lange an Menschen gewöhnt. Sie schmiegen sich an unsere Beine, stupsen an unsere Nabel. Ihre Haut ist weich wie Samt. Und sie wollen tatsächlich nicht uns Menschen fressen, sondern nur kleine Fische, die der Guide als Futter mitgebracht hat.

Französisch-Polynesien: Das sind vier Millionen Quadratkilometer Meer, eine Fläche so groß wie ganz Westeuropa. 118 vulkanische Inseln und flache Atolle aus Korallenstein erheben sich aus der See: Auf der Karte sieht es so aus, als schwämmen ein paar Dutzend weit verstreute Kokosnüsse in der endlosen Weite des Pazifiks. Um Tahiti mit dem internationalen Flughafen kommt man als Reisender nicht herum. Doch Moorea ist deutlich entspannter.

Der Inselbus ist ein umgebauter Lastwagen, der auf der Küstenstraße um das Eiland tingelt. In den Gärten wachsen Tiare-Blüten, Vanilleschoten und Ylang-Ylang – sie sind die Basis für aromatische Duftöle, die in kleinen Destillerien entstehen. Auch die Unterkünfte haben deutlich mehr Charme als auf der Hauptinsel. Veranstalter exklusiver Touren durch Französisch-Polynesien wie Windrose bringen hier Gäste zu Beginn oder am Ende einer Rundreise unter. Dertour hat fünf Hotels im Angebot, von der Zwei-Sterne-Kategorie bis zum Resort von Hilton, der einzigen Fünf-Sterne-Unterkunft.

Besonders ruhig ist das Sofitel Moorea la Ora Beach Resort: Hier darf die Lagune vor den Overwater-Bungalows nämlich nicht von Motorbooten befahren werden. So hört man nur Ukulele-Klänge im Garten und kann den Chefkoch beobachten, wie er im Erdofen Fisch, Yamswurzeln und auch mal ein ganzes Ferkel gart.


Helge Bendl

 

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