Do 05.01.17

Menorca: Viel Natur und einsame Buchten


Die Insel ist ein kleines Juwel für Aktive und Naturfreunde


Menorca ist ein Traum für ruhesuchende Aktivurlauber

Menorca ist ein Traum für ruhesuchende Aktivurlauber

Am Cap de Cavalleria trifft das Meer auf eine Millionen Jahre alte Küste. Fotos: ket

Am Cap de Cavalleria trifft das Meer auf eine Millionen Jahre alte Küste. Fotos: ket

Eine weitgeschwungene Bucht, feingoldener Sandstrand, türkisblaues, flach abfallendes Wasser – Cala Galdana ist der größte Touristenort Menorcas. Verglichen mit den Badeorten auf dem benachbarten Mallorca ist Cala Galdana jedoch geradezu beschaulich. „Im Winter leben hier vielleicht zwei Dutzend Menschen“, sagt Mathieu, der ganzjährig hier wohnt. 

Kaum, dass das Mittelmeerwasser im April 16 Grad erreicht, beginnt die Kajaksaison. Mathieus Lieblingsbucht ist die Cala Trebaluger, wo sich brütende Vögel und Fischkolonien im dichten Schilf tummeln. Totale Stille – bis auf das Stechen der Paddel im Wasser. „Das ist schon fast wie am Amazonas“, schwärmt Mathieu, der gerne mit dem Kajak herkommt. Vom Land her ist die Cala Trebaluger nur schwer erreichbar. „Das ist eine ganz eigene Welt“, freut sich Mathieu. Selbst der Cami de Cavalls schlägt um die unberührte Bucht einen Bogen. 

Der Cami de Cavalls ist der touristische Stolz Menorcas. 184 Kilometer Rundweg um die Insel, einst über Jahrzehnte genutzt von berittenen Patrouillen der britischen Besatzer. Seit einigen Jahren ist der Pfad ein befestigter Rad- und Wanderweg. Ein spektakulärer zugleich – mit feinen Buchten und kleinen, selbst für Ungeübte nur wenig anstrengenden Anstiegen. Ein Weg mit viel Fauna und Flora. 

Kein Wunder, denn die Hälfte Menorcas steht unter Naturschutz. Neue Hotelprojekte können auf der Insel nur noch unter strengsten Umweltschutzauf‧lagen entstehen. Tourismus findet auf Menorca heute vorwiegend im Süden in kleinen Boutique-Hotels und Pensionen statt.

Und dann lockt noch der naturbelassene Norden Menorcas. Siedlungen gibt es hier nicht, stattdessen sich ständig ändernde Landschaftsbilder. Hier die Cala Pregonda mit ihrem goldenen Sandstrand, den man nur nach einem längeren Marsch erreicht und dann meist für sich alleine hat. Dort die Mondlandschaft am Cap de Cavalleria und einige Kilometer weiter schließlich die bizarren schwarzen Schiefer‧felsen am Cap de Favaritx mit seinem Leuchtturm und den horizontal wachsenden Bäumen und Sträuchern. Und schließlich die Lagune von Es Grau, die größte Süßwasserfläche der Balearen mit Millionen von Zugvögeln, die hier auf ihrem Weg in die Winterreservate Zwischenstation einlegen. „Menorca ist ein Paradies“, das sagen hier viele. In dieser Frage sind sich Inselbewohner und Besucher völlig einig. 


Thorsten Keller

 

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