Mo 30.01.17

Mexiko: Auf dem Weg zur Normalität


Cancun und Playa del Carmen haben sich nach den Angriffen schnell erholt


Die Badefreuden vor Hochhauskulisse gehen in Cancun ungehindert weiter.

Die Badefreuden vor Hochhauskulisse gehen in Cancun ungehindert weiter.

Nach den Angriffen ist nun vermehrt Polizei auf den Straßen zu sehen. Fotos: jmw

Nach den Angriffen ist nun vermehrt Polizei auf den Straßen zu sehen. Fotos: jmw

Bislang waren Cancun und die Riviera Maya von den gewalttätigen Konflikten der organisierten Kriminalität in Mexiko weitgehend ver‧schont geblieben. Nun scheinen die Auseinandersetzungen auch in den Touristenhochburgen angekommen zu sein.

So wurden am 17. Januar in Cancun eine Polizeibehörde sowie das Büro der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Quintana Roo angegriffen, vier Menschen kamen bei der Schießerei ums Leben. Einen Tag zuvor waren in der besonders bei europäischen Urlaubern beliebten Nachbarstadt Playa del Carmen bei einem Angriff auf den Nachtclub Blue Parrot fünf Menschen erschossen worden. Beide Städte kehrten jedoch recht schnell wieder zur Normalität zurück.

So herrschte im Stadtzentrum von Cancun, am Busbahnhof, auf den Hauptstraßen, in den Supermärkten und Malls bereits einen Tag später wieder reger Betrieb, auch zahlreiche Urlauber waren unterwegs. Die meisten ausländischen Gäste hatten von dem Angriff zunächst nichts mitbekommen, da sie in der rund 20 Kilometer langen Hotelzone von Cancun untergebracht sind. Diese ist vom Stadtzentrum durch eine lange Zufahrtsstraße getrennt. Auch in Playa del Carmen ging das touristische Leben wie gewohnt weiter.

Als Reaktion auf die Gewalttaten hatte der Gouverneur von Quintana Roo schon am Tag des Angriffs in einer TV-Ansprache angekündigt, dass Kräfte der mexikanischen Bundespolizei die lokalen Sicherheitsbehörden umgehend verstärken würden.

Einheimische Touristiker befürchten dennoch, dass nach den Angriffen von Playa del Carmen und Cancun das positive Image der Region angekratzt sein könnte. Kein schöner Gedanke, denn der Bundesstaat Quintana Roo lebt fast ausschließlich von den Einnahmen aus dem Tourismus.

Rund 62 Prozent aller ausländischen Mexiko-Besucher verbringen dort ihren Urlaub. Insgesamt bieten in dem südostmexikanischen Bundesstaat derzeit rund 950 Hotels etwa 90.000 Gästezimmer an. Damit ist die Region die wichtigste Tourismusdestination in ganz Lateinamerika. Auch bei deutschen Touristen ist die Region sehr beliebt: Die meisten der rund 200.000 deutschen Mexiko-Urlauber pro Die Badefreuden vor Hochhauskulisse gehen in Cancun ungehindert weiter.
Jahr verbringen an der Riviera Maya ihren Urlaub.


Jörg-Michael Weiß

 

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