Der große Traum Tahiti

Grüne Berge und blaue Lagunen – hier Raiatea Tahaa – locken zu vielfältigen Aktivitäten.
Grüne Berge und blaue Lagunen – hier Raiatea Tahaa – locken zu vielfältigen Aktivitäten.
Eine lange Tradition haben Bootsrennen zwischen den Inseln.
Eine lange Tradition haben Bootsrennen zwischen den Inseln. Fotos: Tahiti Tourisme

Möglich ist dies durch die überschaubare Zahl deutscher Urlauber in der Südsee. Durchschnittlich 4.500 Bundesbürger reisen pro Jahr nach Tahiti. Und daran wird sich auch in diesem Jahr – trotz Stellenstreichungen und Buchungszurückhaltung – kaum etwas ändern. „Tahiti und die Inseln laufen erstaunlich gut“, berichtet Dertour-Produkt-Managerin Sandra Laubrecht über das Hochpreisziel.

Fast täglich neue Specials Was sich allerdings gravierend verändert habe, sei das Buchungsverhalten. „Normalerweise kamen die Reservierungen sechs bis acht Monate vor Abreise, derzeit sind es im Durchschnitt sechs bis acht Wochen.“ Der große Vorteil der weltweiten Wirtschaftsflaute: Da der US-Markt schon seit einigen Monaten schwächelt, senken viele Hoteliers die Preise. „Es gibt fast täglich neue Angebote“, berichtet Laubrecht.

Einer, der Tahiti aktiv bewirbt, ist Werner von der Au. Bei ATD Flugreisen am Flughafen Frankfurt garniert er Angebote wie „16 Nächte ab 3.200 Euro“ mit Fotos, die er 2008 selbst aufgenommen hat. Er war einer der Teilnehmer des Famtrips, den Tahiti Tourisme unter den Absolventen der Tiare-Online-Schulung ausgelobt hat. Sein Fazit: „Was man in den Katalogen sieht, ist vor Ort viel schöner. Es ist ein Traum hoch zehn.“

Am allerschönsten ist Französisch Polynesien für von der Au in einem Overwater-Bungalow. Für eine zweiwöchige Reise empfiehlt der Experte drei Tage Tahiti zum Eingewöhnen, sechs Tage Moorea und die restlichen Tage auf Bora-Bora. Er selbst allerdings würde beim nächsten Besuch gerne zu den Gambier- und den Marquesas-Inseln.

Dass Französisch Polynesien mehr bietet als klanghafte Namen wie Tahiti und Bora-Bora war für viele Expedienten die Erkenntnis des Abends. Bernd Toelke, Verkaufsdirektor von Tahiti Tourisme, stellte die fünf Archipele in seinem Vortrag kurz vor: die Gesellschaftsinseln mit den oben erwähnten Stars, das Tuamotu-Archipel mit dem Taucherparadies Rangiroa, die Austral-Inseln mit kleinen Pensionen und dem Eiland Rurutu, dem einzigen Platz, wo man weltweit mit Walen schnorcheln darf, die Gambier-Inseln mit Mangareva, der Wiege des polynesischen Katholizismus. Und nicht zu vergessen die Marquesas.

„Dort habe ich mich wegen der Fjord-ähnlichen Buchten wie in Norwegen gefühlt“, sagt Tahiti-Werber Toelke. Andere fühlten sich so heimisch, dass sie gleich für immer auf Hiva Oa blieben und sogar hier beerdigt wurden. Die Rede ist vom belgischen Sänger Jacques Brel und vom französischen Maler Paul Gauguin. Mit seinen farbenfrohen Bildern gilt Letzterer als Begründer des Mythos Französisch Polynesien.

Dieser wirkt noch heute fort: Für viele ist eine Südseereise der Traum schlechthin – auch wenn er oft unerfüllt bleibt: „In 20 Jahren Reisebüro hatten wir erst eine Anfrage“, berichtete Marion Blocher vom Reisebüro Schäfermeyer in Hanau-Steinheim.

Das Frühstück geht oft extra Einer der Gründe dafür dürfte die 26-stündige Anreise sein, ein anderer die Preise: Die reine Übernachtung im Fünf-Sterne-Hotel auf Bora Bora kostet ab 200 Euro, für das Frühstück sind nochmals extra 25 Euro zu zahlen. „Frühstück ist meist nur in Bora-Bora im Preis inkludiert, da es dort auf den Motus keine Alternativen gibt“, erklärt Laubrecht. Für ein Abendessen im Hotel müssten die Kunden rund 60 Euro pro Person kalkulieren.

Da bei Dertour hauptsächlich die Vier- und Fünf-Sterne-Hotels nachgefragt werden, hat der Veranstalter keine Pensionen mehr im Programm. Eine Liste der zertifizierten Pensionen kann für interessierte Kunden beim Fremdenverkehrsamt in Frankfurt angefordert werden. Informationen im Web unter www.tahiti-tourisme.de.

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