Reisebüros im Porträt

Teil 12 - Reisecenter Neuenstadt, Neuenstadt

Schick: der Empfangstresen und die GetränkebarSchick: der Empfangstresen und die Getränkebar

Schick: der Empfangstresen und die Getränkebar. Foto: Helge Wengenroth

Die Hölzer für die Abtrennungen hat Helge Wengenroth bei einer befreundeten Schreinerei bestellt

Auf grelle, unnatürliche Farben hat Helge Wengenroth in seinem neuen Büro bewusst verzichtet. „Wir haben viel Wert auf Natürlichkeit gelegt“, sagt der Inhaber des Reisecenters Neuenstadt. Denn der Besucher soll zur Ruhe kommen. Seine Philosophie: „Der Urlaub soll schon dann beginnen, wenn die Kunden zu uns ins Büro kommen.“

Eng zusammengearbeitet hat Wengenroth mit Designerin Sylvia Gerasch aus München. Beide haben zahlreiche ‧außergewöhnliche Ideen zusammen‧getragen, die während einer sechsmonatigen Bauzeit realisiert wurden. Für Abtrennungen hat der Reisebüro-Chef zum Beispiel extra alte Hölzer von einer befreundeten Schreinerei aus der Gegend kommen lassen. Im Zusammenspiel mit den echten Mooswänden („um das Passende zu finden, bin ich durchs halbe Land gefahren“) und den vielen Pflanzen sorgen sie für eine gemütliche und entspannte Atmosphäre. Die Kataloge sind aus dem Blick der Kunden verschwunden.

„Hotellobby, Strandbar und Urlaub“ – so umschreibt Wengenroth sein Reisebüro, das von einem Außendienstler sogar als „schönstes Reisebüro Deutschlands“ bezeichnet wurde.

Wenn Kunden das Reisecenter Neuenstadt betreten, werden sie zunächst von einer Mitarbeiterin an einem schicken türkisfarbenen Tresen empfangen und zu einem der drei Counter-Plätze geführt. Hinter einem weiteren Tresen stehen ein Kühlschrank und eine Kaffeemaschine. Dort, an der Getränkebar, werden die Kunden bedient und umsorgt. „Wir haben bei der Umgestaltung auch großen Wert auf Gastfreundlichkeit gelegt. Die ist uns sehr wichtig“, sagt Wengenroth.

Auch auf eine einheitliche Deko im 157 Quadratmeter großen Reisebüro mit offenem Backoffice und einem Beratungsbereich für VIP-Kunden wurde geachtet. Sowohl auf der großen Video-Wall als auch auf dem LED-Display hinter dem Tresen und im Schaufenster ist die Werbung aufeinander abgestimmt.

Hell und freundlich ist das Büro. Und großzügig. „Wenn wir den Steh-Counter in der Mitte wegräumen, können wir bis zu 70 Stühle stellen“, erläutert der Reisebüro-Inhaber. Informationsabende können nun seit dem Umbau direkt vor Ort stattfinden – an einem Ort, an dem der Kunde sich wohlfühlt.