Reisebüros im Porträt

Teil 20 - Hapag-Lloyd-Reisebüro, München/Altstadt

Markus Babel und drei Reiseexpertinnen in dem fast neuen Büro

Markus Babel und drei Reiseexpertinnen in dem fast neuen Büro. Foto: uf

Das Reisebüro liegt in der Innenstadt, jedoch in einer „1b-Lage“

Googelt man nach einem Reisebüro in München, so taucht an erster Stelle das Hapag-Lloyd-Büro an der Hackenstraße auf. 75 Bewertungen. Gesamturteil: Fünf Sterne – die Kunden überschlagen sich mit Lob. „Wir buchen bereits seit vielen Jahren sämtliche Urlaubsreisen in diesem Reisebüro. Warum? Weil es den MitarbeiterInnen wirklich am Herzen liegt, die Urlaubszeit der Kunden zur schönsten Zeit des Jahres zu machen“, lautet eine der Begründungen.

So großen Zuspruch macht Geschäftsführer Markus Babel stolz. Er sitzt an seinem Schreibtisch in den großzügigen, hellen, freundlichen Räumen. Leise Musik klingt durch den Raum. Die Kataloge sind in verdeckten Regalelementen untergebracht. Leuchttafeln mit Veran‧stalterwerbung zeigen dem Gast sofort, was das Steckenpferd der Mitarbeiter ist: Kreuzfahrten. Und wo der Besucher sich befindet: im Reisebüro. „Das war uns wichtig.“

Erst seit 2018 residiert die Agentur an der ‧Hackenstraße in der Münchner Innenstadt, „in einer 1b-Lage“, wie der 54-Jährige sagt. „Vorher hatten wir unser Büro direkt am Stachus, U-Bahn, Tram direkt vor der Tür. Seit dem ‧Umzug müssen wir mehr Werbung machen, wir sind nicht mehr so einfach zu finden.“

Werbung bedeutet für Babel, seinen Kompagnon Herbert Haase und 13 Mitarbeiter – acht in der Touristik, fünf im First Business Travel – aber auch die Kunden darauf hinzuweisen, dass sie das Reisebüro in Google bewerten können. „Das machen wir oft, aber nicht regelmäßig. Viele machen das einfach so.“

Werbung bedeutet aber für das Team auch, den wöchentlichen Newsletter herauszuschicken, Länderabende zu organisieren und außerdem zum Hapag-Lloyd-Cruises-Brunch einzuladen. Darüber hinaus wird dann einmal im Jahr ein Flyer mit besonderen Angeboten erstellt. Dafür ‧werden Partner akquiriert und die Büro-Mitarbeiter, die das Angebot empfehlen, mit Foto abgebildet. „Das kommt gut an.“ Nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei den Franchise-Gebern. Regelmäßig landet das Hapag-Lloyd-Büro aus der Hackenstraße auf einem der Top-Plätze im Club der Besten.

Zahlreiche Fortbildungen
Dass Kontakt zu den Kunden den Mitarbeitern wichtig ist, zeigt sich auch auf der Homepage. Zahlreiche Reiseberichte wurden dort veröffentlicht. Die Reise‧experten stellen sich vor. „Jeder, der unterwegs ist, schreibt nach der Reise über seine Erlebnisse“, sagt Babel. Dieses schaffe Vertrauen und zeige die Expertise seiner Mitarbeiter. An diesem Tag sind wieder drei Kollegen unterwegs – auf dem Hapag-Lloyd-Top-Partner-Event, auf der Hanseatic Nature und auf der Mein Schiff. „Weiterbildung ist wichtig, und macht ja auch Spaß.“

Ein gutes Arbeitsklima ist beiden Geschäfts‧führern mindestens genauso wichtig wie die Zufriedenheit der Kunden. „Ohne gute Mitarbeiter würde das nicht funktionieren.“ Daher haben Babel und sein Kompagnon sich nach dem Umzug dazu entschieden, den Mitarbeitern Homeoffice anzubieten. Das funktioniere gut und man binde gute Mitarbeiter, die ohne Homeoffice ihren Job wirklich aufgeben müssten, erklärt Babel.

Die vielen positiven Bewertungen zeigen, dass die Münchner Reiseexperten doch vieles richtig machen. Vor allem merkt man, wie sehr das Team seine Kunden schätzt. Da gibt es schon einmal eine Tafel Schokolade oder einen Blumenstrauß nach der Rückkehr aus dem Urlaub. Und ein kaltes oder warmes Getränk während der Beratung, das auf einem Tablett mit einem farbigen Vogel aus Ton gebracht wird. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die den wichtigen Unterschied machen.

Von Ute Fiedler