Ägypten: Soma Bay als „Monaco Afrikas“

Ägypten will in den nächsten vier Jahren seine Touristenzahlen von derzeit 19 Millionen auf 30 Millionen steigern. Samy Sadek, seit 50 Jahren in Ägyptens Tourismusbranche aktiv und Betreiber von Ecco Reisen, hält das für durchaus realistisch.

Luftaufnahme eines Golfplatzes mit einem Hotel, Wasserflächen und Wüstenlandschaft im Hintergrund.
Hotel Cascades in Soma Bay: Die Ferienregion hat eine rasante Entwicklung genommen – und wächst weiter. Foto: FVA Soma Bay

Große Infrastrukturprojekte sowie gigantische Investitionen in neue Urlaubsregionen und Hotels: Ägypten wird in den nächsten Jahren seine erstaunliche touristische Entwicklung fortsetzen.

Davon zeigte sich während eines ta-Interviews auf den RTK-Dialogtagen Ende 2025 Tourismusminister Sherif Fatih überzeugt. Nun zeigt sich auch Samy Sadek, seit 50 Jahren in Ägyptens Tourismusbranche aktiv und Betreiber von Ecco Reisen, voller Optimismus. „Es tut sich viel, die großen Projekte kommen voran“, sagt er in einem aktuellen Interview mit touristik aktuell anlässlich des Schwerpunkt-Themas „Ägypten“ in ta 18/2026. Das Regierungsziel von 30 Millionen internationalen Gästen im Jahr 2030 hält er für realistisch.

Zu den wichtigsten Projekten zählt Sadek den Ausbau des Straßennetzes, die neue Bahnverbindung zwischen Kairo und Zielen am Roten Meer sowie in Oberägypten und die Modernisierung der Flughäfen. Auch neue Destinationen an der Mittelmeerküste wie Ras el Hekma, New Mansoura und El Alamein sollen das touristische Angebot erweitern.

Darüber hinaus würden sich bestehende Urlaubsziele kontinuierlich weiterentwickeln. Soma Bay sei etwa dabei, zum „Monaco Afrikas“ zu werden.

Flugverbindungen aus Deutschland

Für den deutschen Markt erwartet Sadek im kommenden Winter eine weiterhin gute Flugverbindung. Ägypten werde von neun deutschen Flughäfen angeflogen und sei für Airlines aufgrund der hohen Nachfrage und günstigen Umlaufzeiten ein attraktives Winterziel. Gleichzeitig fordert er von den Fluggesellschaften mehr Planungssicherheit. „Wir brauchen stabile Flugpläne“, sagt Sadek. Auch bei den Reisepreisen sei Stabilität wichtig, damit Ägypten für Familien erschwinglich bleibe.

Ein Mann mit kurzem, grauem Haar und einem freundlichen Lächeln steht vor einer grünen, palmengesäumten Kulisse.
Samy Sadek ist seit 50 Jahren im Tourismus aktiv, seit 20 Jahren betreibt er den Veranstalter Ecco Reisen. Foto: Ecco Reisen

Weniger Potenzial sieht er kurzfristig für Sharm el Sheikh. Zwar gebe es Flüge aus Deutschland, die Kapazitäten seien jedoch begrenzt. Zudem wirke sich die geografische Nähe zu den Konfliktregionen für viele deutsche Urlauber negativ auf die Nachfrage aus.

Nil-Tourismus und Hygieneverbesserungen

Positiv entwickelt sich laut Sadek dagegen der Nil-Tourismus. Auch bei der Hygiene auf den Kreuzfahrtschiffen habe Ägypten große Fortschritte gemacht.

Das vollständige Gespräch mit Samy Sadek über Ägyptens touristische Entwicklung, neue Destinationen, Flugkapazitäten und die Perspektiven für den deutschen Markt lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (ta 18/2026).

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