Vor gut einem halben Jahr zog Hurrikan Melissa durch die Karibik und fegte einmal von Süden nach Norden über Jamaika, Kuba und Haiti hinweg.
Die größten Schäden musste dabei Jamaika verzeichnen, vor allem in nicht touristischen Regionen rund um Black River im Süden. Schon nach einer Woche waren die Flughäfen wieder in Betrieb, so dass der Tourismus vor allem an der West- und Nordküste wieder aufgenommen werden konnte, um dem Land und der Bevölkerung Einnahmen zu bringen.

Auch Straßen, Wasser- und Energieversorgung konnten relativ schnell wieder hergestellt werden. Zugleich hatte der Hurrikan aber offengelegt, wie anfällig zentrale Infrastrukturen sind.
Flughäfen abseits der Küste geplant
Dementsprechend wurde auf Jamaika nun ein Konzept für die Zukunft erarbeitet. „Wir wollen vermeiden, die kritische Infrastruktur direkt an der Küste zu bauen. Wir werden versuchen, Energie- und Wasserversorgung, die Straßen und auch die Flughäfen mehr ins Landesinnere zu verlegen“, erklärte Tourismusminister Edmund Bartlett. Auch zerstörte Häuser und ganze Dörfer sollen an neuen, sichereren Standorten mit robusteren Materialien wieder aufgebaut werden. Die Kosten dafür beziffert der Minister auf rund zehn Milliarden US-Dollar.
Condor fliegt zweimal pro Woche
Doch das ist Zukunftsmusik. Für den kommenden Sommer freut sich der Minister darüber, dass Condor das Flugangebot ausgebaut hat und nun zweimal pro Woche fliegt. Auch die meisten Hotels haben wieder geöffnet. Dass einige Häuser jetzt im Sommer noch nicht buchbar sind, liegt auch daran, dass Betreiber die Situation genutzt haben, um geplante Renovierungen vorzuziehen oder die Häuser umfassend zu modernisieren, so wie Sandals in den Resorts South Coast, Montego Bay und Royal Caribbean.
Schon im Dezember war Jamaika problemlos bereisbar. Mehr dazu lesen Sie in einem Bericht von einem Alltours-Famtrip.


