Venedig erwägt, die Zugangsgebühr für Tagesgäste ab 2027 auf bis zu 30 Euro zu verdreifachen. Zudem könnte der Zahlungszeitraum auf März und September ausgeweitet werden. Auch eine Anhebung der Übernachtungssteuer steht zur Diskussion.
Die Stadt Venedig plant nach Informationen von Reisereporter.de eine deutliche Anhebung der Eintrittsgebühr für Tagesgäste. Demnach beruft sich das Portal auf einen Bericht der italienischen Zeitung „Il Gazzettino“, wonach Stadtrat Michele Zuin eine Erhöhung auf bis zu 30 Euro ab 2027 in Aussicht stellt. Bislang lag die Gebühr bei fünf bis zehn Euro.
Die diesjährige Testphase endete am 27. Juli. An 60 gebührenpflichtigen Tagen wurden nach vorläufigen Zahlen der italienischen Stadt rund 679.500 Zahlungstitel erfasst, die Einnahmen lagen bei etwa 5,22 Millionen Euro. Zuin argumentierte, dass fünf bis zehn Euro mittlerweile niemanden mehr abschreckten. Die höhere Gebühr solle vor allem eine Lenkungswirkung entfalten.
Längerer Zahlungszeitraum und höhere Übernachtungssteuer im Gespräch
Neben dem höheren Eintrittsgeld prüft die Stadt dem Bericht zufolge, den gebührenpflichtigen Zeitraum auf März und September auszuweiten. Bislang wurde nur zwischen April und Juli kassiert. Zuin verwies allerdings darauf, dass mit jedem zusätzlichen Tag auch die Kontrollkosten für Personal und Polizei steigen.
Darüber hinaus könnte auch die Übernachtungssteuer angehoben werden. Für Fünf-Sterne-Hotels stehen laut „Il Gazzettino“ bis zu acht bis neun Euro im Raum. Über die endgültige Höhe der neuen Zugangsgebühr müsse die Stadt gemeinsam mit der italienischen Regierung und dem Parlament entscheiden. Eine finale Entscheidung gibt es bislang nicht.



