Curacao ist das kleinste Land der Welt, das jemals an einer Fußball-WM teilgenommen hat. Was die vor Venezuela liegende Insel, die ein eigenständiges Land innerhalb der Niederlande ist, fußballerisch zu bieten hat, werden wir beim Auftaktspiel erfahren. Gegner im ersten Spiel am 14. Juni ab 19 Uhr ist Deutschland.
Fakt ist, dass bis auf zwei alle der nominierten Spieler in den Niederlanden geboren wurden. Aus unserem Nachbarland kommt auch der Trainer Dick Advocaat, der mit 78 Lenzen übrigens auch der älteste Trainer ist, der jemals an einer Fußball-WM-teilgenommen hat. Als „the blue wave“, die Blaue Welle, im Entscheidungsspiel ihr WM-Ticket löste, geriet ganz Curacao in einen kollektiven Begeisterungstaumel.

Einer der Trikotsponsoren ist Corendon Airlines. Die Gruppe mit türkischen Wurzeln fliegt schon länger von Amsterdam nach Curacao, wo zur Gruppe auch fünf Resorts gehören.
Ab Dezember direkt von Düsseldorf nach Curacao
Ab 14. Dezember fliegt Corendon auch ab Düsseldorf nach Curacao. Der Flug geht pro Woche (Montags, donnerstags, samstags), geflogen wird mit einer ehemaligen Singapur-Airlines-Maschine, die Corendon von einer Iberostar-Tochter, der Fluglinie World 2 Fly, geleast hat. Die Returnpreise starten bei 758 Euro für den knapp unter zehn Stunden dauernden Flug.
Doch auch derzeit kommt der Urlauber gut nach Curacao: Mindestens einmal täglich gibt es einen KLM-Flug über Amsterdam.
Curacao liegt wie die Nachbarinseln Aruba und Bonaire außerhalb des Hurrikan-Gürtels und bietet ganzjährig Temperaturen um die 30 Grad und etwas Wind, ist also im Sommer kühler als so manches südeuropäische Ziel. Vor Ort können sich die Urlauber auch auf europäischen Standard in puncto Infrastruktur, Sicherheit, Sauberkeit und Gesundheitsversorgung verlassen. Urlauber können die Insel mit dem Mietwagen (Rechtsverkehr!), wandernd, reitend, mit dem Fahrrad oder auch tauchend erkunden.
Curacao ist ungefähr zweimal so groß wie die Ostseeinsel Fehmarn und wendet sich an Kultur-, Stadt- und Individualurlauber. „Wir haben 35 kleine, aber feine Sandstrände und 70 Tauch- und Schnorchelspots, von denen man zwei Drittel vom Land aus erreicht kann“, berichtet Anne Rösner, Trade Coordinator Curacao Tourist Board in München, und fügt lachend an, dass es auf Curacao mehr Kakteen als Palmen gibt. Die Hotelinfrastruktur reicht unter anderem vom Zoetry über das Dreams Curacao bis hin zum Avila Beach, Dolphin Suites und dem Coral Estate Luxury Resort von Meiers, um nur einige der Hotels zu nennen.
Willemstad ist Unesco-Weltkulturerbe
Noch in diesem Jahr soll mit dem TUI Blue Curacao das erste Haus der Kette in der Karibik eröffnen. Im Dezember will auch das All-inclusive-Hotel The Pyrmont, Mitglied bei der Autograph Collection Hotels von Marriott, die ersten Gäste empfangen. Es liegt direkt in der Hauptstadt Willemstad, die mit ihren 700 bunten Häusern schön anzusehen ist, sondern auch zum Unesco-Weltkulturerbe zählt.
Im Stadtteil Otrabanda gibt es Kolonialhäuser, viele kleine Handwerksläden, das Rif Fort, eine Festungsanlage aus dem 19. Jahrhundert, und das Kura Hulanda Museum, das sich mit der Geschichte des Sklavenhandels beschäftigt. „Wir haben hier auch viel Streetart. Jeden Dienstagabend gibt es den so genannten Kaya Kaya Artwalkastry mit Kunstausstellungen und Live-Auftritten“, berichtet Rösner. Und donnerstags empfiehlt sie im Stadtteil Punda auf der anderen Seite des Flusses das Fest Punda Vibes, das um 20.15 Uhr mit einem Feuerwerk endet. „Eine sehr gute Sicht hat man von der Cascada Rooftop Bar im Elements-Hotel“, lautet der Tipp von Rösner. Tagsüber könne man gut shoppen. Entweder in der alten Markthalle oder auf dem Floating Market.
Für die Einreise genügt neben einem gültigen Reisepass eine digitale Einreisekarte. Vor Ort bezahlt man dann mit dem US-Dollar oder dem Karibischen Gulden, der 2025 den bisherigen Niederländisch-Antillischen Gulden abgelöst hat.



