Booking.com: Betrugsfall bei Hotelbuchung in Rom

Eine Person interagiert mit einer digitalen Benutzeroberfläche, die Warnsymbole, Datenanalysen und ein offenes Schloss über einem Laptop-Bildschirm anzeigt.
Cyberkriminelle haben vor Kurzem versucht, Zahlungsdaten von Kunden von Booking.com abzugreifen. Foto: ismagilov/iStock


Eine Influencerin berichtet von einer mutmaßlichen Betrugsmasche bei einer Booking.com-Buchung in Rom. Das Unternehmen spricht von einem Phishing-Angriff auf den Unterkunftspartner und erklärt, wie betroffene Kunden unterstützt werden und worauf Reisende achten sollten.

Augen auf bei der Buchung über Booking.com: Mit diesem Appell wandte sich Influencerin Julia Baylan vor wenigen Wochen auf Instagram an ihre Follower – und löste damit große Resonanz aus.

Auf ihrem Kanal beauty.by.juli schildert sie, wie sie und ihr Mann nach einer Buchung über Booking.com in Rom offenbar Opfer von Betrügern wurden. Statt der gebuchten Unterkunft fanden die Reisenden an der angegebenen Adresse lediglich einen Seminarraum vor. Zudem warteten dort bereits weitere Gäste, die dieselbe Unterkunft gebucht hatten.

Unterkunftsbetreiber Opfer von Cyberkriminellen

Auf Anfrage von touristik aktuell erklärte Booking.com, die Unterkunft bereits gesperrt zu haben, nachdem verdächtige Aktivitäten aufgefallen waren. Nach bisherigem Kenntnisstand handele es sich um eine reale Unterkunft, deren Betreiber Opfer eines Phishing-Angriffs geworden sei. Cyberkriminelle hätten sich Zugriff auf das Nutzerkonto verschafft, die Unterkunftsdaten einschließlich Anschrift und Fotos manipuliert sowie Gäste kontaktiert, um sie mit Phishing-Nachrichten zu Zahlungen außerhalb der Plattform zu bewegen.

Auch Baylan und ihr Mann hatten direkt nach der Buchung über die Nachrichtenfunktion von Booking.com die Aufforderung erhalten, über einen Link Zahlungsdaten zu übermitteln. Da der Link jedoch nicht funktionierte, gaben sie keine Kreditkartendaten ein. Vorsorglich ließ das Paar dennoch seine Kreditkarte sperren.

Booking.com storniert alle Buchungen

Wie Booking.com weiter mitteilt, seien inzwischen alle noch offenen Buchungen storniert worden. Kunden mit unmittelbar bevorstehenden Aufenthalten unterstütze Booking.com bei der Suche nach einer Ersatzunterkunft und übernehme entstehende Mehrkosten. Buchungen mit späterem Reisetermin würden vollständig erstattet.

Die Frage, wie oft es zu vergleichbaren Vorfällen komme, ließ das Unternehmen unbeantwortet. Zugleich verwies Booking.com auf seine Betrugspräventionsmaßnahmen. Unterkünfte würden automatisiert und manuell überprüft sowie mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning kontinuierlich überwacht, um verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen.

Tipps für Buchende

Reisenden rät Booking.com, bei Zahlungsaufforderungen grundsätzlich misstrauisch zu sein.

SicherheitshinweisEmpfehlung von Booking.com
Zahlungsaufforderungen prüfenGrundsätzlich misstrauisch sein, wenn eine Unterkunft zusätzliche Zahlungen verlangt.
Kreditkartendaten schützenNiemals Kreditkartendaten per E-Mail, Telefon, SMS oder Messenger-Dienst übermitteln.
Nur über offizielle Zahlungswege zahlenKeine Zahlungen leisten, die von den in der Buchungsbestätigung genannten Zahlungsbedingungen abweichen.
Verdächtige Nachrichten meldenBei ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen oder Zweifeln sofort den Booking.com-Kundenservice kontaktieren.
Sicherheitshinweise nutzenDie Online-Sicherheitstipps auf der Booking.com-Website, im Nutzerkonto und in der Buchungsbestätigungs-E-Mail beachten.
Kundenservice einschaltenDer Kundenservice ist rund um die Uhr erreichbar und unterstützt bei Verdachtsfällen.