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Karibik: Zum Teil fehlen die Flüge

In der Karibik werden wohl einige Liegen leer bleiben, da die Flüge fehlen

In der Karibik werden wohl einige Liegen leer bleiben, da die Flüge fehlen. Foto: FVA Dominikanische Republik

Die deutschen Reiseveranstalter haben ein sehr unterschiedliches Karibik-Jahr hinter sich. Der Grund dafür sind vor allem die Flüge. Die Pleite von Air Berlin und der Rückzug von Azur Air Germany hat vor allem in Richtung Dominikanische Republik und Kuba Spuren hinterlassen. In beiden Zielen gab es deutliche Rückgänge der Kapazitäten.

Aktuell ist der Norden der Dominikanischen Republik auf direktem Weg nur mit den Vollchartern von DER Touristik nach Samana und Puerto Plata zu erreichen, nachdem Thomas Cook die mit Condor geplanten Flüge nach Puerto Plata nach nur einem Monat ausgesetzt hat. Einen zweiten Versuch wird es wohl nur geben, wenn der in der Nähe von Puerto Plata liegende Club Aldiana aufmacht.

Vor diesem Hintergrund erscheint es logisch, dass DER Touristik in der Dominikanischen Republik als einziger deutscher Anbieter im Vergleich zum Vorjahr hoch zweistellig im Plus liegt, während FTI und Thomas Cook auf Vorjahresniveau rangieren. Ähnlich sehen die Zwischenstände für den Winter aus. TUI meldet aktuell zwar „gute“ Buchungseingänge für Punta Cana, Puerto Plata liege jedoch „unter den Erwartungen“. Schauinsland-Reisen ist laut Managerin Ilayda Tunc langsam in die Saison gestartet, verzeichne aber mittlerweile „hohe Tageseingänge“.

Anders sieht es bei Kuba aus. Hier liegt Schauinsland-Reisen bei minus 40 Prozent. Auch Kuba-Spezialist Aventoura verzeichnet Rückgänge von rund 35 Prozent. Diesen Minuszahlen – das Kubanische Fremdenverkehrsamt spricht von derzeit minus 15 Prozent – stehen Buchungszuwächse bei TUI, Alltours, FTI und DER Touristik gegenüber. Bei den Cook-Veranstaltern läuft Kuba stabil. Wichtig ist für Cook-Chefin Stefanie Berk, dass nach den Qualitätsmängeln und Überbuchungen im Rekordwinter 2016/2017 die „Kundenzufriedenheit wieder da ist, wo sie mal war“.

Zufrieden sind die Veranstalter mit dem dritten Volumenziel in der Karibik – Mexiko. Die zunehmende Gewalt in Cancun und an der Riviera Maya halte deutsche Urlauber nicht von einer Reise in die Region ab, heißt es von den Veranstaltern (siehe hier). Die Buchungszahlen für Strandhotels und Yucatan-Rundreisen seien „gut bis sehr gut“.

Positiv für alle Ziele in der Region: Die Hurrikan-Saison verlief 2018 vergleichsweise glimpflich. 2017 hatten die Stürme zu schweren Verwüstungen geführt.

Mehr zum Thema Karibik/Lateinamerika lesen Sie in unserem Special in der nächsten Ausgabe von touristik aktuell (ta 45/18) Anfang nächster Woche.

   
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