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Studie: Wenig Bewusstsein für Overtourism

Venedig ist vom Overtourism besonders betroffen. Hier zahlen Tagestouristen künftig ein Eintrittsgeld

Venedig ist vom Overtourism besonders betroffen. Hier zahlen Tagestouristen künftig ein Eintrittsgeld. Foto: Alejandro Sala/istockphoto

Das Thema „Overtourism“ ist vielen Leuten nicht gegenwärtig. In einer von der Hochschule Kempten in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen GfK SE durchgeführten Umfrage konnte von den knapp 2.000 befragten Personen nur jeder sechste mit dem Begriff „Overtourism“ etwas anfangen. Geläufiger ist das Wort „Massentourismus“, damit hat etwa die Hälfte der Teilnehmer in den vergangenen drei Jahren Erfahrungen gemacht. Zu den am häufigsten genannten Schlagworten, die zu dem Phänomen genannt wurden, gehören „Menschenmassen, Warteschlangen und überteuerte Preise“, aber auch „Belästigungen für die Einheimischen, Lärmbelastung und Umweltverschmutzung“.

Jeder Vierte überlegt daher bereits, seinen Urlaub in weniger überlaufenen Zielen zu verbringen, 46 Prozent können sich vorstellen, auf die Nebensaison auszuweichen. Elf Prozent der Befragten wären bereit, ein Eintrittsgeld in besonders vom Overtourism betroffene Städte zu bezahlen. Letzteres wurde nun für Venedig beschlossen. Dort sollen Tagestouristen künftig zwischen 2,50 und zehn Euro pro Tag entrichten. Auf Urlaub komplett zu verzichten, kommt lediglich für zwei Prozent der Teilnehmer infrage.

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