Destinationen

Kanada: Gästeplus fällt geringer aus

Für 2019 erwarten die Kanada-Werber ein moderates Wachstum

Für 2019 erwarten die Kanada-Werber ein moderates Wachstum. Foto: Jürgen Hoinka/www.pixelio.de

Nach dem Boom in den vergangenen Jahren hat sich das touristische Wachstum in Kanada abgeschwächt. 2018 stieg die Zahl der deutschen Gäste um nur ein Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 406.000, wie das Fremdenverkehrsamt Destination Canada anlässlich der ITB mitteilt. Vor Jahresfrist hatte der Zuwachs noch bei über fünf Prozent gelegen.

Gleichwohl habe das nordamerikanische Land aus Sicht des hiesigen Quellmarktes das bislang zweitbeste Ergebnis erreicht, betont Barbara Ackermann, die Destination Canada in Deutschland vertritt. Der Rekord stammt aus dem Jahr 1996, als 446.000 Einreisende gezählt wurden. Einen Höchstwert können die Kanadier dennoch verbuchen: Im vergangenen Jahr kletterte die Zahl der Touristen aus aller Welt zum ersten Mal auf über 21 Millionen.

Auch für 2019 Jahr erwarten die Tourismuswerber ein zumindest „moderates Wachstum“ aus dem deutschen Markt in Höhe von drei Prozent. „Denn die Aufmerksamkeit der Deutschen für Kanada als Urlaubsziel ist weiterhin hoch“, unterstreicht Europa-Chef Rupert Peters. So hätten Umfragen ergeben, dass sich rund fünf Millionen Deutsche eine Kanada-Reise in den kommenden zwei Jahren vorstellen könnten.

Dieses Potenzial will man mit einer neuen Tourismusstrategie noch besser ausschöpfen. Diese sieht unter anderem vor, große Städte wie Toronto, Vancouver und Montreal stärker zu pushen und für die Hochsaison die Aufmerksamkeit auf weniger bekannte Ziele wie die Region Süd-Alberta oder die Provinz Saskatchewan zu lenken.

Kommentar schreiben