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Indaba: Verhaltene Zuversicht für Südafrika

Aussteller aus zahlreichen afrikanischen Ländern präsentierten sich während der Indaba

Aussteller aus zahlreichen afrikanischen Ländern präsentierten sich während der Indaba. Foto: South African Tourism

Nach einem Rekordjahr 2017 und einer guten Saison 2018 stellt das aktuelle Tourismusjahr die Veranstalter in Deutschland vor Herausforderungen. Wie Ian Utermohlen vom Tourism Board South Africa auf der Indaba mitteilte, lagen die Einreisezahlen aus Deutschland bis Februar zehn Prozent unter Vorjahr. 2018 waren insgesamt mehr als 343.000 deutsche Besucher ins Land am Kap der guten Hoffnung gereist. Die größte Reisefachmesse Afrikas fand vergangene Woche im südafrikanischen Durban statt.

Für Negativ-Schlagzeilen hatte im vergangenen Jahr die Wasserknappheit gesorgt. „Die Kampagne Day Zero, mit der in Kapstadt die Tage gezählt wurden bis das Trinkwasser aufgebraucht sein sollte, hat den Tourismus auf jeden Fall beeinflusst“, erläutert Ines Batz von DER Touristik, die in Durban vor Ort war.

Ihr zufolge ist der südafrikanische Markt leicht rückläufig, dafür laufe Ostafrika „sehr gut“. Sie geht davon aus, dass die Preise weitgehend stabil bleiben. Das hänge aber auch davon ab, wie sich der Rand entwickle. Am kommenden Mittwoch finden in Südafrika Parlamentswahlen statt.

Verhalten optimistisch zeigt sich Ulrike Schäfer von FTI, die ebenfalls die Indaba besuchte. Auch wenn der Markt eher rückläufig sei, sei sie mit den Zahlen für Südafrika und Namibia zufrieden. Sie kündigte zahlreiche Produktneuheiten für die kommende Saison an. Unter anderem wird Mosambik als neue Destination ins Portfolio aufgenommen, insbesondere für Badeverlängerungen. Darüber hinaus wird es neue Produkte für Namibia geben, unter anderem eine Camper-Rundreise und eine Wandertour. „Die Urlauber wollen sich bewegen, das liegt im Trend“, sagt Schäfer.

Optimismus verbreiteten sowohl Tourismusminister Derek Hanekom als auch der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa auf der Reisemesse. Beide kündigten an, die Visa-Bedingungen vereinfachen zu wollen, unter anderem durch die Einführung eines E-Visums. Darüber hinaus müsse die Kriminalität bekämpft und das Image korrigiert werden, dass Afrika eine unsichere Destination sei.

Mehr zur Indaba und vielen Produktneuheiten lesen Sie im Special südliches Afrika, das in der ta-Ausgabe 19/2019 am 20. Mai erscheint.

 

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