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Botswana lässt Elefantenjagd wieder zu

Die Regierung von Botswana hat angekündigt, das seit 2014 gültige Verbot der Elefantenjagd wieder aufzuheben. Als Gründe werden zunehmende Konflikte zwischen den bisher geschützten Dickhäutern und der Landbevölkerung genannt. Zudem solle durch die Erteilung von Jagdlizenzen wieder mehr Geld ins Land kommen.

Tierschützer kritisieren die Aufhebung des Jagdverbots scharf und vermuten dahinter ein Wahlversprechen der amtierenden Regierung vor den bevorstehenden Wahlen im Oktober. Nach Angaben der Tierschutzorganisation pro Wildlife plane Botswana zudem gemeinsam mit einigen Nachbarstaaten, den seit 2008 verbotenen Handel mit Elfenbein wieder einzuführen.

Kommentare (2)

  • Paul Zigan
    am 27.05.2019
    Die Jagd auf Elefanten und Elfenbeinhandel zuzulassen, vernichtet dauerhaft Ansätze für Tourismus.
    Man sieht doch z.B. Tanzania, wo der Tourismus blüht, aber irgendwann ohne Elefanten in Botswana
    unmöglich!!!
  • thuringio
    am 29.05.2019
    Mal ganz abgesehen von der touristischen Seite dass es auch schlicht widerwärtig und brutal ist. Man mag ja vielleicht noch einsehen, dass die Jagd zur Populationskontrolle und der Konfliktvermeidung mit der Bevölkerung wieder zugelassen wird. Aber dass man nun tatsächlich auch wieder die Erteilung von Tötungslizenzen als Einnahmequelle ernsthaft in Erwägung zieht damit ein paar gelangweilte (Pseudo-)Neureiche, die zu Hause keine Glühbirne vernünftig gewechselt bekommen, mal wieder was erleben dürfen...

    Und die Relegalisierung des Elfenbeinhandels ist ein Skandal, das ist aus meiner Sicht staatliche Förderung des blühenden internationalen Schwarzmarktes und dafür sollte sich die Regierung von Botswana - verklagt von jeder nur erdenklichen Tier - und Umweltschutzorganisation - vor einem ordentlichen Gericht verantworten müssen.

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