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Reiseanalyse: Weiterhin ausgeprägte Reiselust

Die Deutschen werden auch 2020 weiter fliegen, dies allerdings mit zunehmend schlechtem Gewissen

Die Deutschen werden auch 2020 weiter fliegen, dies allerdings mit zunehmend schlechtem Gewissen. Foto: Travel Wild/iStockphoto

Martin Lohmann von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) prophezeit trotz eines zunehmend schlechten Gewissens vieler Reisender lediglich einen minimalen Rückgang der Flugreisen. Die auf der CMT vorgestellten Reiseanalyse 2020 ergab, dass 41 Prozent der 12.000 befragten Flugreisenden ihre Reise mit einem schlechten Gefühl antreten, also „Flugschämer“ sind. 27 Prozent haben kein schlechtes Gewissen, 32 Prozent haben zu dieser Frage keine eindeutige Meinung.

Für 2020 sieht Lohmann weiterhin eine ausgeprägte Urlaubslust und eine stabile Nachfrage nach touristischen Leistungen. Das Gesamtbild unterscheide sich kaum von 2019. Die Urlaubslust sei mit 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, auch die Faktoren Geld und Zeit werden günstiger eingeschätzt. 17 Prozent der Befragten (nach 16 im Vorjahr) planten zum Zeitpunkt der Umfrage im November 2019 eine Buchung im Reisebüro.

Auch bei den bevorzugten Reisezielen habe sich die Hitliste nicht geändert: Deutschland liegt mit 30 Prozent auf Platz eins, gefolgt von den Mittelmeerländern Spanien, der wieder erstarkten Türkei, Italien, Kroatien und Griechenland. Auch Ägypten erlebt ein Comeback. 42 Prozent der Befragten wollen ein Ziel besuchen, an dem sie noch nicht waren.

Was das vergangene Jahr betrifft, kann die deutsche Reisebranche insgesamt zufrieden sein. Trotz der „Achterbahn-Gefühle“ angesichts der Thomas-Cook-Pleite und dem immer präsenter werdenden Thema Klimaschutz brachte das Jahr 2019 den Veranstaltern ein Umsatzplus von zwei Prozent – aber eben nicht allen Unternehmen. Leichte Umsatzrückgänge mussten die Reisebüros hinnehmen, ein Minus von 1,6 Prozent.

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