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Skiurlaub: Söder für späteren Saisonstart

Der Start in die Skisaison wird sich wohl verschieben

Der Start in die Skisaison wird sich wohl verschieben. Foto: vm/istockphoto

Nachdem sich Frankreich und Italien gegen die rasche Öffnung von Wintersportgebieten ausgesprochen haben und für einen späteren Saisonstart plädieren, fordert der bayerische Ministerpräsident Markus Söder nun eine europäische Lösung. 

Er blicke mit Sorge auf die Skisaison nach Weihnachten, sagte Söder am Mittwochmorgen im ARD-Morgenmagazin. Enge Lifte und Skihütten sowie die Apres-Ski-Feiern bergen ihm zufolge große Risiken. Er appelliere, auf europäischer Ebene eine „für vielleicht alle gute gemeinsame Lösung" zu finden. 

Die Regierungschefs von Frankreich und Italien hatten am Dienstag angekündigt, Skigebiete bis mindestens zum 10. Januar 2021 geschlossen zu halten. Diesen Vorstoß unterstützt auch Söder. „Dann wären wir gut über die Weihnachtsferien gekommen“, sagte er und es gebe „kein Superspreader-Event“, sagte er im Morgenmagazin. 

Während Italien, Frankreich und Deutschland ein gemeinsames Vorgehen abstimmen wollen, kommt aus Österreich heftige Kritik. Wie die deutsche Presse-Agentur (dpa) mitteilt, fordert der österreichische Finanzminister Gernot Blümel Entschädigungen in Milliardenhöhe von der EU, falls Skilifte tatsächlich über die Weihnachtsferien stillstehen sollen. Man rechne mit einem Umsatzausfall von 800 Millionen Euro pro Ferienwoche. „Wenn Skigebiete geschlossen bleiben müssen, dann muss die EU einen Skifahr-Ausfallsersatz leisten", sagte Blümel.

uf