Kreuzfahrten

Kreuzfahrt-Buchungen: März-Minus war kurze Flaute

Die Kreuzfahrt, hier ein Schiff der Flotte von Silversea, bleibt ein Wachstumsmarkt, sagt Tats-Chef Rainer Burghardt

Die Kreuzfahrt, hier ein Schiff der Flotte von Silversea, bleibt ein Wachstumsmarkt, sagt Tats-Chef Rainer Burghardt. Foto: Bruno Cazarini/Silversea

Beim ersten Blick auf die März-Statistik der Reisebüro-Umsätze traut man seinen Augen nicht: Um sage und schreibe 13,8 Prozent lagen die Buchungseingänge für Kreuzfahrten im vergangenen Monat unter dem Niveau Vorjahresmonat. So lautet zumindest die Bilanz des Frankfurter IT-Dienstleisters Tats, der monatlich die Umsätze von mehr als 2.000 Reisebüros sowie zahlreicher Online-Portale erfasst. Ein dickes Minus dort, wo seit Jahren Monat für Monat verlässlich ein signifikantes Plus steht. Kommt der Wachstumsmotor der Touristik etwa ins Stottern?

Mitnichten, beruhigt Tats-Chef Rainer Burghardt. Der Auftragsbestand für das bis Ende Oktober laufende Touristikjahr liege insgesamt mit 3,7 Prozent im Plus. Die fakturierten Umsätze für die ersten drei Monate dieses Jahres zusammen würden sogar mit 8,9 Prozent über dem Vorjahr liegen, so Burkhardt.

Davon abgesehen sei schon jetzt absehbar, „dass das März-Minus im April kompensiert wird“. Der laufende April sei bei den Buchungseingängen deutlich stärker als der des vergangenen Jahres, verweist der Tats-Chef auf erste Hochrechnungen.
Aus Sicht des Experten sind Schiffsreisen auf lange Sicht eindeutig die touristische Sparte mit dem größten Wachstumspotenzial: „Hätten wir das Kreuzfahrtsegment nicht, wäre das aktuelle Minus für die Touristik insgesamt noch deutlich größer“, sagt Burkhard.

An Schiffen wird es dem Vertrieb jedenfalls nicht mangeln: Bis zum Jahr 2027 werden deutlich über 500 Kreuzfahrtschiffe auf den Weltmeeren unterwegs sein, heißt es im aktuellen Jahresbericht des Branchen-Portals Cruise Industry News. Aktuell sind knapp über 400 Schiffe in Dienst, 1998 waren es noch 220.

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