Kreuzfahrten

Kreuzfahrt-Tourismus: Dubrovnik kooperiert mit Clia

Beliebtes Kreuzfahrtziel: die kroatische Hafenstadt Dubrovnik

Beliebtes Kreuzfahrtziel: die kroatische Hafenstadt Dubrovnik. Foto: OGphoto/istockphoto.com

Die Cruise Lines International Association (Clia) und Dubrovnik arbeiten künftig gemeinsam an einer Regulierung des Kreuzfahrt-Tourismus in der vielfrequentierten Hafenstadt. Ziel sei es, mithilfe eines nachhaltigen Tourismus-Managements das Weltkulturerbe Dubrovniks zu erhalten und die Stadt zu einem Vorbild für nachhaltigen Tourismus in der Adria-Region und darüber hinaus zu entwickeln, heißt es.

In einer gemeinsamen Willenserklärung wurden vier Sofortmaßnahmen formuliert: die Einbindung von Einwohnern und internationalen Organisationen in eine Arbeitsgruppe, die Entwicklung eines Destination-Management-Plans auf Grundlage der UN-Kriterien für nachhaltigen Tourismus, die Umsetzung der bereits erarbeiteten Anlege-Richtlinie 2020 sowie eine Besucher-Kampagne unter dem Motto „Respect the City“. Zudem loten die Partner die Möglichkeiten für ein Weltkulturerbe-Besucherzentrum und ein Verkehrszentrum im Hafen Gruz aus.

„Wir hoffen, dass diese wegweisende Kooperationsvereinbarung allen Beteiligten, einschließlich anderen Destinationen, einen Weg aufzeigt, wie durch Zusammenarbeit unser Tourismus und unsere Gemeinden nachhaltiger werden und Einwohner und Besucher gleichermaßen zufrieden sind“, so Dubrovniks Bürgermeister Mato Frankovic.

Die Stadt hatte bereits zu Jahresbeginn beschlossen, pro Tag nur noch maximal zwei Kreuzfahrtschiffe mit zusammen höchstens 5.000 Passagieren in Dubrovnik zu erlauben.
 

 

Kommentar (1)

  • Siegfried Manzel
    am 26.07.2019
    Das ist sehr zu begrüßen. Es wäre wünschenswert, diese Zusammenarbeit umgehend mit vielen anderen überlaufenen Häfen zu beginnen und nicht erst auf Ergebnisse in 5 Jahren zu warten.Sonst könnte sich die CLIA einer "umweltfreundlichen Feigenblatt-Aktion" schuldig gemacht haben. Ich bin sicher, andere Häfen werden nicht auf die CLIA warten und eigene Restriktionen verfügen. Dabei wird es nicht nur um "Overtourism" gehen, sondern noch viel dramatischer um die Emissions- und Feinststaubbelastung der Einwohner. Da verweist CLIA ja auf LNG, meint damit fossiles LNG und es wird weiter CO2 und Methan emittiert. Was das größere Übel ist, werden die Daten der nächsten jahre zeigen.

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