Reisevertrieb

Reisebüro-Zentralen: Die Top-Themen für 2019

Die Reisebüro-Ketten und -Kooperationen haben im kommenden jahr viel vor

Die Reisebüro-Ketten und -Kooperationen haben im kommenden Jahr viel vor. Foto: geralt/pixabay

Nachwuchsförderung, Digitalisierung und ein forciertes Marketing sind die Top-Themen der Reisebüro-Ketten und -Kooperationen für das kommende Jahr. Vor allem die beiden letzteren Themen sind eng miteinander verknüpft. Denn mit Blick auf die Digitalisierung geht es nicht nur um effiziente Prozesse in den Reisebüros, sondern vor allem auch um die Kommunikation mit den Kunden.

Hier investieren immer mehr Ketten und Kooperationen in personalisierte E-Mail-Newsletter, in die Online-Beratung mit Hilfe speziell erstellter Websites sowie in neuere Kommunikationskanäle wie etwa Whatsapp.

Neue Konzepte gibt es bei der Mitarbeiter- und Nachwuchsförderung. Sie reichen von eigenen Akademien (zum Beispiel bei Best-Reisen und beim AER), über spezielle Websites (zum Beispiel beim DER, bei Derpart und bei LCC) bis hin zu Events und Aktionen, um den Job am Counter attraktiver zu machen.  

Nicht locker lassen wollen die meisten Zentralen auch beim Thema Provisionen: Eine „faire und auskömmliche“ Vergütung sei auch 2019 einer der Schwerpunkte in der Arbeit von TSS, betont Manuel Molina, Geschäftsführer der Dresdner Kooperation. Es gelte, „geschlossen Stärke zu zeigen“. Dem kann sich Reisering-Chef Andreas Quenstedt nur anschließen: „Einige Jahre lang ist an den Vergütungsmodellen wenig passiert, nun deuten sich hier und da Änderungen an“, so der Vertriebsexperte. Aufgabe der Reisebüro-Zentralen sei es nun, bei dem Thema wieder aktiver zu werden und die Reisebüros proaktiv auf die Auswirkungen hinzuweisen.

Etwas versöhnlicher klingt es bei RTK-Chef Thomas Bösl. Nach den zum Teil schwierigen Verhandlungen zum Start des Touristikjahres gelte es 2019, das Verhältnis zu den Leistungsträgern wieder zu verbessern.  
Welche Top-Themen die einzelnen Zentralen für sich selbst festgelegt haben, lesen Sie in unserem Special Ketten und Kooperationen in der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (ta 49-50/2018).

 

Kommentare (3)

  • Volker Schupetta
    am 18.12.2018
    Hört, hört! Man hört also heraus, das die Digitalisierund und das forcierte, personalisierte Marketing verschlafen wurde! Das was vor mindestens 12 Jahren schon in Online Portalen eingesetzt wurde, ist heute auch in stationären Agenturen angekommen! Top Thema dazu, in diesem Jahr "Birgit" für 49 Euro je Monat! Auch dieses "Modul" erscheint antiquiert, gibt es das auch seit Jahren im Online Geschäft! ". Thema Nachwuchs- und Mitarbeiterförderung: Man setzt also verstärkt auf Webinare " um den Job am Counter attraktiver zu machen" ! Dann ist also allen Kooperation und Reisebüroketten noch nie in den Sinn gekommen die Gehälter zu erhöhen oder sich einem Tarifvertrag, der schon existiert, zu unterwerfen? Danach die Mitarbeiter durch reale Seminare, gehalten von Profis, zu qualifizieren. Hier sollte man über ein Modell nachdenken das nicht jeder seine Schulungen "strickt" sondern zentral (evtl. durch einen Verband) Seminare ausarbeitet werden! Vorbilder gibt es doch schon (Cruise Academy als Beispiel). Jetzt sind wir beim Thema Provisionen (mehr Provision = mehr Gehalt für die Verkäufer, scheint so). Einige meckern das seit Jahren auf der Stelle getrampelt wird, bei höherem Verwaltungsaufwand (verursacht durch eine kalkulierte Verweigerungshaltung der Handelsherren), andere möchten nur das Verhältnis zwischen Handelsherr und Handelsvertreter verbessern! Mit Verlaub: Hat Herr Bösl da eine Entwicklung verpasst? Nicht der Handelsvertreter muss betteln, sondern der Handelsherr muss sein Angebot und seinen "support" verbessern! Die Handelsherren sind also in der Bringschuld, oder lassen es und werden ausgetauscht! Es ist an der Zeit das stationäre Agenturen monetäre Kompensation fordern und nicht um "Einhornpüschelbleistifte" betteln! :-)
  • Rainer Maertens
    am 18.12.2018
    Die wichtigste Aufgabe der Kooperationen und Franchisesysteme sollte die Durchsetzung des HGB sein. Da fühlen sich die Agenturen allein gelassen.

    Stichpunkt: Abwerbeverbot der Reisebürokunden durch Reiseveranstalter.

    Stichpunkt: Ersatz der Mehrarbeit durch Reisebüros, welche über die allgemeine Vermittlungsleistung hinaus geht.
  • Rainer Maertens
    am 18.12.2018
    Ein wichtiges Thema habe ich doch glatt vergessen: Die Zentralen sollten den Mut aufbringen, sich von Rückvergütungssystemanbietern zu trennen.

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