Reisevertrieb

Urlaubsplanung: Deutsche agieren langfristig

Gut geplant: Deutsche entscheiden sich im Schnitt vier Monate vor Anreise für ihr Urlaubsziel. Foto: Thomas Cook

Gut geplant: Deutsche entscheiden sich im Schnitt vier Monate vor Anreise für ihr Urlaubsziel. Foto: Thomas Cook

Die Deutschen werden auch beim Thema Urlaub ihrem Ruf als gute Planer gerechnet: Im Durchschnitt dauert die Phase zwischen der ersten Suche nach einem Reiseziel und einer Buchung 28 Tage und ist damit sechs Tage länger als bei Franzosen und acht Tage länger als bei Briten. Dies geht aus Online- und Social-Media-Studien von Google, der Mediaagentur UM und des Kölner Marktforschungsinstituts Respondi hervor.

Zudem buchen die Deutschen langfristiger als Briten und Franzosen – im Schnitt entscheiden sie sich vier Monate vor Anreise für ihren Urlaub. Selbst Inlandsreisen und kurze Trips werden im Mittel bereits drei Monate vor Beginn der Reise gebucht.

Dafür sind sie bei der Wahl des Reiseziels wesentlich offener als ihre europäischen Nachbarn. Was im Umkehrschluss bedeutet: Viele Bundesbürger, darunter auch die online-affinen, sind für eine gute Beratung im Reisebüro absolut zugänglich.

Hinzu kommt eine gewisse Unsicherheit vor allem bei Familien. Sie verlassen sich im Urlaub lieber auf den Service von Hotels, anstatt über Plattformen wie Airbnb  private Unterkünfte zu buchen, so das Fazit der Respondi-Studie.

Wörtlich heißt es: „Deutsche Familien legen ein vergleichsweise vorsichtiges Buchungsverhalten an den Tag – unter der Annahme, dass die Buchung einer privaten Unterkunft über das Internet mit mehr Risiko verbunden ist.“ In Großbritannien dagegen habe die vermeintlich risikoreichere Variante der digitalen Urlaubsplanung über Airbnb bereits Booking.com überholt.

   
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