Reisevertrieb

VUSR beklagt mangelnde Unterstützung

„Wir sprechen das aus, was jeder weiß, aber keiner zu sagen wagt“: VUSR-Chefin Marija Linnhoff (Bildmitte) mit weiteren Mitgliedern des Reisebüros-Verbands

„Wir sprechen das aus, was jeder weiß, aber keiner zu sagen wagt“: VUSR-Chefin Marija Linnhoff (Bildmitte) mit weiteren Mitgliedern des Reisebüros-Verbands. Foto: ah

Der Reisebüro-Verband VUSR hat sich in der Branche etabliert. Von den Reisebüro-Ketten und  -Kooperationen jedoch ist er enttäuscht. „Wir greifen wichtige Themen des Reisebüro-Vertriebs auf, doch wir erhalten von den Zentralen keine Unterstützung“, bedauert die Gründerin und Vorsitzende des Verbands, Marija Linnhoff.

Dies gelte leider auch für Veranstalter und andere Verbände: „Ich habe in der Vergangenheit mehr als 100-mal Gesprächsangebote ausgesprochen. Nichts ist passiert“, sagt die frühere Reisebüro-Inhaberin.

Ihre Hoffnung auf einen regelmäßigen Austausch mit den Chefs aller Ketten und Kooperation hat Linnhoff dennoch nicht aufgegeben. „Wir würden uns alle sechs Monate zusammensetzen und dabei diskutieren, Ideen entwickeln und uns gegenseitig abstimmen.“

Eine ähnliche Austauschplattform hatte 2017 bereits Cornelius Meyer von Best-Reisen vorgeschlagen. Auch er war damals weitgehend auf Ablehnung gestoßen – obwohl es „viele Themen gibt, die uns gemeinsam angehen“, so Meyer damals.

Was Linnhoff über die Rolle ihres Verbandes sowie zum Thema Digitalisierung und den jüngsten Diskussionen um TUI sagt, lesen Sie in der neuen Ausgabe von touristik aktuell (ta 07/2019), die diese Woche erschienen ist.

 
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Kommentare (3)

  • Volker Schupetta
    am 27.02.2019
    Leider betrachten Kooperationen und andere Verbände die Mitbewerber als Gegner, nicht als Allianz. Hahnenkämpfe werden bevorzugt, anstatt das Wohl der eigenen Mitglieder um Auge zu haben. Ausnahme der VUSR, hier geht man einen anderen Weg! Visionen sind wichtig, nicht Gockelgehabe in grauen Anzügen.
  • Thorsten Müller
    am 27.02.2019
    Vielleicht sollte man beim VSUR mal schauen, wie das in den Verbänden anderer Wirtschaftszweige so funktioniert. Dies könnte manche Anregung liefern, um Dinge anders und vielleicht auch erfolgreicher machen zu können. Den Vertrauensvorschuß, den sich der Verband mit seinem Engagement zur Pauschalreisenrichtlinie zu recht erarbeitet hat, kann schnell verbraucht sein. Mein ganz persönlicher Eindruck ist, das in so manchem Fall stilistisch der Degen das bessere Mittel der Wahl wäre, als immer wieder den Dreschflegen zum Rundumschlag zu bemühen.
  • Michael Röntzsch
    am 01.03.2019
    Das mit den Kooperationen kenne ich nur zu Gut. Alles was nicht der "Norm" entspricht wird zwar geduldet, aber in keiner Weise unterstützt. Hintergrund dürfte sein, das die Koops von den Veranstaltern entsprechend unterstützt werden (Roadshows etc.)
    Ich hatte dieses Thema in der Vergangenheit schon des öfteren, bedauerlich das man sich auf allen Ebenen viel zu wenig Gedanken macht. Es geht einzig und alllein nur noch um den eigenen Profit und das das auf Dauer nicht gut gehen wird, möchte keiner sehen.

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