Reisevertrieb

Bundeskartellamt: Scharfe Kritik an Reisevergleichsportalen

Das Bundeskartellamt wirft manchen Reisevergleichsportalen im Internet verbraucherunfreundliche Tricks vor

Das Bundeskartellamt wirft manchen Reisevergleichsportalen im Internet verbraucherunfreundliche Tricks vor. Foto: seb_ra/istockphoto

Manche Vergleichsportale im Internet nutzen mitunter verbraucherunfreundliche Tricks. So lautet ein Ergebnis des Abschlussberichts der so genannten Sektoruntersuchung des Bundeskartellamts zu Vergleichsportalen.

Laut dem Amt sollen Verbraucher darauf achten, wie die Rankings der Portale tatsächlich zustande kommen. Wichtig sei auch, ob in dem jeweiligen Vergleich möglichst viele Angebote eingeflossen sind.

Zudem sollten sich Verbraucher gerade im Reisebereich nicht von angeblichen Zimmerknappheiten, wie auf manchen Hotelportalen propagiert, verunsichern lassen. Auch einige „Exklusivangebote“ würden jeglichen exklusiven Charakter missen lassen.

Zu den Problemfeldern gehöre ferner die Reihenfolge des Rankings bei Hotels. Dieses wird unter anderem von der Höhe der von den verschiedenen Anbietern gezahlten Provision mitbeeinflusst. Stellten dann die Portale den Empfehlungscharakter eines solchen Rankings heraus, könne dies den Verbraucher in die Irre führen.

Im Rahmen der Untersuchung hatte das Bundeskartellamt ab Dezember 2017 in zwei Ermittlungsrunden zunächst 150 und dann die 36 wichtigsten Vergleichsportale aus verschiedenen Branchen, darunter auch die der Reise-Branche, befragt.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

 

Kommentar schreiben