Reisevertrieb

Kritik an Reisebüro-Ausbildung: DRV wird aktiv

In einem Workshop hatten sich die Auszubildenden während der Tagung der Reisebüro-Allianz DTPS über ihre Ausbildung an den Berufsschulen ausgetauscht

In einem Workshop hatten sich die Auszubildenden während der Tagung der Reisebüro-Allianz DTPS über ihre Ausbildung an den Berufsschulen ausgetauscht. Foto: DTPS

Ein Arbeitskreis des DRV überarbeitet derzeit eine 2011 aufgelegte Broschüre mit Handlungsempfehlungen für Berufsschullehrer. Das teilte der Verband mit, nachdem 30 Reisebüro-Azubis während der Jahrestagung der Reisebüro-Allianz DTPS Kritik am Lehrplan ihrer Berufsschulen geäußert hatten. 

Die Handlungsempfehlungen mit ihren Tipps aus der Praxis seien für die Ausbildung zielführender als ein langer Gesetzgebungsprozess zur Novellierung der Ausbildungsordnung, heißt es beim DRV. Allerdings geht der Verband davon aus, dass auch die Novellierung „in nicht allzu ferner Zukunft erfolgen muss“.

Parallel dazu will der Reiseverband prüfen, wie repräsentativ die Einschätzungen der Auszubildenden sind. Der Lehrplan sei „oftmals fern der Realität“, kritisierten die Reisebüro-Azubis. So werde viel zu wenig Zielgebietswissen vermittelt, stattdessen müssten Fächer wie Sport und katholische Religion belegt werden.

Der DRV hat das Thema nun auch auf die Agenda der Weiterbildungsveranstaltung für Berufs- und Fachschullehrer im September gesetzt. Diese findet einmal im Jahr statt, geschult werden jeweils rund 120 Lehrkräfte.

Die Kritik der Azubis an ihrer Ausbildung in den Berufsschulen ist auch das Titelthema der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (ta 16-17/2019).

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Kommentare (3)

  • Jens Oszvald
    am 30.04.2019
    Ich verstehe nicht, warum nicht Wissensfächer erstellt werden, die durch ausgebildete Reiseverkehrskaufleute oder Branchenvertreter vermittelt werden. So wie im Handwerk auch Fächer nicht nur von Lehrkräften sondern Fachleuten vermittelt werden. Zum einen würde dies mit mehr Enthusiasmus geschehen und wäre dann auch nicht mehr fern ab der Wirklichkeit.
  • Manuela
    am 30.04.2019
    Endlich, das wurde auch Zeit. Nun müssten noch Veranstalter- und Reisebüro-Ausbildung wieder getrennt werden, dann wäre alles gut.
  • lisa möller
    am 01.05.2019
    die berufsschullehrer werden nicht für spezifische berufe ausgebildet. deshalb wäre es sinnvoll, touristische themen von praktikern unterrichten zu lassen. da viele reisebüros selbst veranstalten, halte ich eine fortführung einer gemeinsamen berufsausbildung für sinnvoll. allerdings die abschlußprüfung in zwei teilgebieten ablegen zu können, halte ich für nicht sinnvoll außer es wird pro teilgebiet die volle prüfungszeit angesetzt.

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