Reisevertrieb

Berufsschullehrer wehren sich gegen Azubi-Kritik

Azubis und Reisebüro-Inhaber kritisieren die Ausbildung an Berufsschulen als veraltet

Azubis und Reisebüro-Inhaber kritisieren die Ausbildung an Berufsschulen als veraltet. Foto: thomas-bethge/istockphoto

Als nicht mehr zeitgemäß haben Nachwuchskräfte und Reisebüro-Inhaber jüngst die Ausbildung an den Berufsschulen kritisiert. Einer der Vorwürfe: Der Unterricht habe mit der Praxis am Counter wenig zu tun. Es werde zu viel Marketing unterrichtet, aber zum Beispiel wenig Englisch (siehe ta 16-17/2019).

Die Berichterstattung hat Berufsschullehrer auf den Plan gerufen, die sich gegen die Kritik heftig zur Wehr setzten. Der Rahmenlehrplan für Tourismuskaufleute habe zwar Defizite, doch dies dürfe nicht den Lehrern angelastet werden. Schließlich werden die Lehrinhalte von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder beschlossen, heißt es in einigen der Leserbriefen, die die Redaktion erreichten. An den Schulen versuche man, die Defizite auszugleichen.

DRV lädt zur Weiterbildungsveranstaltung ein

Ein Arbeitskreis des DRV überarbeitet derzeit eine 2011 aufgelegte Broschüre mit Handlungsempfehlungen für Berufsschullehrer und wird das Thema auch auf seiner regelmäßig stattfindenden Weiterbildungsveranstaltung aufgreifen. (siehe hier)

Diese findet am 20. und 21. September in Wolfsburg statt. Ziel sei es, „gemeinsam die schulische Ausbildung von Tourismuskaufleuten zu gestalten: modern, innovativ und digital“, teilt der DRV mit.

Laut dem Verband haben im vergangenen Jahr 1.888 Nachwuchskräfte eine Ausbildung zum Tourismuskaufmann, zur Tourismuskauffrau begonnen. Das sei eine Steigerung von sieben Prozent im Vergleich zum Jahr 2016 und zeige, dass das Berufsbild als zukunftsträchtig wahrgenommen werde.

Eine Anmeldung für die Veranstaltung in Wolfsburg ist hier möglich. DRV-Mitglieder zahlen 115 Euro, Nicht-Mitglieder 125 Euro. Bei Anmeldung bis zum 26. Juli ist zudem die An- und Abreise mit der Deutschen Bahn inklusive.

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der ta (22-23/2019), die Anfang dieser Woche erschienen ist.

 

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