Reisevertrieb

Kundengelder: Deckung von DRS unzulässig

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat den Kundengeld-Absicherer DRS – zu dessen Kunden TUI, DER Touristik und Ameropa zählen – zu Nachbesserungen aufgefordert. Die derzeitige Risikoabdeckung sei unzulässig, heißt es in Medienberichten.

Aufgrund der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht will sich Bafin nicht zu Details äußern, bestätigt jedoch Gespräche mit DRS. „In Folge der Insolvenz von Thomas Cook steht die Bafin aktuell in engem Kontakt mit den Versicherungsunternehmen, bei denen Reiseveranstalter Kundengelder gemäß den Anforderungen des Paragrafen 651r BGB abgesichert haben. Hierzu zählt auch der Deutsche Reisepreis-Sicherungsverein VVaG“, teilte ein Sprecher mit.

TUI bestätigt ebenfalls Gespräche: „Gemeinsam werden wir uns die Anforderungen der Bafin anschauen und erfüllen“, heißt es in Hannover. Man sei „zuversichtlich, eine tragfähige Lösung zu finden“.

Laut Handelsblatt betrug der Kapitalbestand von DRS zuletzt 5,3 Millionen Euro.

Kommentar (1)

  • FJB209
    am 14.11.2019
    Das war auch mehr als überfällig, dass die Praktiken des DRS unter die Lupe genommen werden. Hier haben sich die Großveranstalter für ein Taschengeld die Insolvenzversicherung besorgt. Dies war schon immer ein erheblicher Wettbewerbsvorteil gegenüber den kleinen und mittleren Veranstaltern, die ansonsten massive Sicherheitsleistungen bringen mussten.
    Bei dem ganzen Thema der Insolvenzversicherung sollte der Gesetzgeber bzw. die BAFIN auch auf das Thema Koppelgeschäfte mit der Reiseversicherung ein Auge werfen. Oftmals sind der Reiseversicherer und der Insolvenzversicherer erstaunlich nahe verbunden, siehe HMR und Tourvers sowie ERV/Ergo und DRS

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