Reisevertrieb

Schmetterling: Persönlicher Appell an Politik

Schmetterling-Chefin Anya Müller-Eckert sorgt sich auch um ihre 400 Mitarbeiter. Foto: Schmetterling

Schmetterling-Chefin Anya Müller-Eckert sorgt sich auch um ihre 400 Mitarbeiter. Foto: Schmetterling

Mit deutlichen Worten richtet sich Anya Müller-Eckert, Geschäftsführerin der Reisebüro-Kooperation Schmetterling, an die Politik: „Nehmen Sie sich unserer Branche an. Und vergessen Sie dabei nicht die vielen Reisebüros, die ihren Kunden auch in dieser Krise persönlich zur Seite stehen.“

Müller-Eckert möchte auch in Zukunft ihren Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz bieten. „Dafür ist es unerlässlich, dass wir und unsere Partner weiter das tun, was wir am besten können: Reise-Träume wahr werden lassen“, so die Schmetterling-Chefin.

In den vergangenen drei Wochen erlebte Müller-Eckert als Unternehmerin in der Tourismusbranche, wie viele „Träume zu Albträumen“ wurden. „Täglich erreichen mich Nachrichten von verzweifelten Reisebüros und besorgten Kunden“, schreibt die Tourismusexpertin in dem offenen Brief. Zudem führe sie viele Gespräche mit verunsicherten Mitarbeitern, die Angst haben, finanziell nicht über die Runden zu kommen.

„Ich fühle mich in diesen schweren Zeiten verantwortlich für meine über 400 Mitarbeiter, für unsere Reisebüros, deren Angestellte – und all deren Familien“, schreibt Müller-Eckert. Die Schicksale vieler tausend Menschen lasteten auf den Schultern von Schmetterling, der angeschlossenen Reisebüros, und niemand wisse, wie es weitergehen soll.

„Meine Mitarbeiter und ich drehen bereits an sämtlichen Stellschrauben, um die Situation zu meistern“, so die Schmetterling-Chefin. „Trotz aller Maßnahmen sind wir seit Mitte März in Kurzarbeit, damit wir so wenig betriebsbedingte Kündigungen wie möglich vornehmen müssen. Laut Müller-Eckert treffe es die einzelnen Reisebüros ebenso hart, wenn nicht härter.

„Trotz aller Anstrengungen kommt die Reisebranche ohne staatliche Unterstützung aus dieser Notlage nicht mehr heraus“, mahnt sie. Die bisherigen Lösungsansätze gingen in die richtige Richtung, berücksichtigten aber noch nicht die besondere Situation der Reisevermittler.