Reisevertrieb

Reisebüros organisieren eigenen Famtrip

Mitte Juli reisen 30 Reiseverkäufer nach Mallorca. Der Famtrip wird von einem Reisebüro organisiert

Mitte Juli reisen 30 Reiseverkäufer nach Mallorca. Der Famtrip wird von einem Reisebüro organisiert. Foto: 4634656/pixabay

Das gab es wohl noch nie: Vom 17. bis 19. Juli soll ein Famtrip, organisiert von Reisebüros für Reisebüros, nach Mallorca führen. Organisiert haben das Projekt die Reisebüro-Inhaberin Anna Herrmann vom Reisebüro Reisezeit in Rielasingen und der Touristiker Michael Röntzsch.

Warum das Ganze? In den vergangenen Wochen wurden Reisebüros vielfach als „nicht systemrelevant“ bezeichnet. Ziel ist es nun, auf die Arbeit der Reisebüros, losgelöst von großen Veranstaltern aufmerksam zu machen. „Mit dieser Reise demonstrieren wir, dass auch Reisebüros ein notwendiges Zahnrad der Touristik sind. Uns liegt am Herzen, dass möglichst viele diese für alle bedenkliche Situation, überstehen“, so Röntzsch.

Laut dem Touristiker geht es Reisebüros anders als den Reiseveranstaltern nicht darum, ein Produkt zu vermarkten. Die Programmgestaltung der Reise erfolge getreu dem Motto „Reisezeit (er)leben“.

Ganz ohne Partner ist solch ein Unterfangen natürlich nicht möglich. Die beiden Projektinitiatoren haben bereits wichtige Unterstützer gefunden. Dazu zählen der Carrier Condor und die Valentin-Hotels. In einem der Häuser der Hotelkette werden die Famtrip-Teilnehmer auch übernachten.

30 Reiseverkäufer sollen an dem außergewöhnlichen Trip teilnehmen können. Der Unkostenbeitrag beläuft sich auf 79 Euro im Doppelzimmer, Einzelzimmer sind gegen Aufpreis und auf Anfrage möglich.

Die Inforeise beginnt am Morgen des 17. Juli um 4.45 Uhr mit einem Condor-Flug ab Frankfurt am Main. Am 19. geht es mit einem Condor-Flieger um 18.45 Uhr zurück nach Frankfurt. Somit haben die Teilnehmer drei volle Tage Zeit, Mallorca zu entdecken. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Leistungsträgern soll den Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm geboten werden. „Wir heben auf dem Famtrip die Vielfalt und Individualität des Reisens hervor“, führt Röntzsch aus. Zudem sollen die Touristiker vor Ort erfahren, wie die Sicherheitskonzepte bezüglich Corona umgesetzt werden. Ausflüge und ein spanischer Abend sind in Planung.

Herrmann und Röntzsch wollen auf der Reise aber auch einen intensiven Austausch mit den Teilnehmern. Zusammen will man Zukunftsprojekte diskutieren. „Wir suchen 30 kluge und innovative Köpfe, wir suchen Ideengeber“, fasst Röntzsch zusammen.

Reiseverkäufer, die an dem Famtrip teilnehmen möchten, schicken eine Mail an erleben(at)reisezeit-hegau.de und erklären, warum sie an dieser ungewöhnlichen Inforeise teilnehmen möchten. Am 2. Juli sollen die Teilnehmer informiert werden.

Arne Hübner