Reisevertrieb

LCC: Initiative für höhere Überbrückungsgelder

Markus Orth von LCC fordert höhere Überbrückungsgelder für große Unternehmen

Markus Orth von LCC fordert höhere Überbrückungsgelder für große Unternehmen. Foto: LCC

Markus Orth, Geschäftsführer der Lufthansa City Center, startet unter dem Motto „Ü 50“ eine Initiative für höhere Überbrückungsgelder, zu der er sowohl Franchise- und Kooperationssysteme als auch große Reisebüro-Unternehmer mit ins Boot holen möchte. Dies betrifft insbesondere die großen touristische Einheiten wie auch Geschäftsreisebüros.

Orths Ansicht nach helfen die Gelder des Bundes zwar kleineren und mittleren Reisebüros, die umsatzlose Zeit halbwegs zu überstehen, für mittelständige Unternehmen mit mehreren Filialen und vielen Mitarbeitern seien sie jedoch völlig unzureichend. Das bisherige und auch heute neu aufgelegte Programm bis Ende 2020 hätte eine massive Schieflage sowie offenbare eine Mittelstandsdelle.

Die monatlichen Fixkosten seien für Unternehmen, die sonst Jahresumsätze ab zweistelligen Millionenbereichen erwirtschaften, viel zu hoch, um mit maximal 50.000 Euro Fördergeldern pro Monat über die Runden zu kommen, so der Manager weiter.

Orth befürchtet, dass im Extremfall rund 80 große Büros in Deutschland von den Fixkosten erdrückt und nachhaltig wirtschaftlich in Schieflage geraten. Dieses soll „Ü 50“ und die Kernforderung für Überbrückungshilfen ohne Deckelung bei 50.000 Euro pro Monat verhindern. Gefordert wird außerdem eine Überarbeitung der maximalen Bezugsgröße der Beihilfen von derzeit 800.000 Euro sowie die Einbeziehung von Verbundunternehmen.

Im ersten Schritt bittet Orth die Geschäftsführer der Franchise- und Kooperationssysteme sowie großer Reisebüros um Zahlen, Daten und Fakten, um gegenüber der Bundesregierung aussagekräftig und seriös zu formulieren. Als Partner für die neutrale und unabhängige Datensammlung und Aufbereitung stünden der Dienstleister Tavel Agency Accounting (TAA) sowie Steuerberater, Juristen und der DRV bereit. Grundsätzlich gibt es verhaltene Zuversicht, dass bei der Politik durchaus Bereitschaft zum Umdenken bestehe. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Überbrückungshilfen bis ins Jahr 2021 hineinreichen soll.

Orth bittet die Kolleginnen und Kollegen, die die Initiative „Ü50“ unterstützen wollen, um zeitnahe Antwort per E-Mail an markus.orth(at)lcc.de.