Reisevertrieb

Bösl: Reisebüros extrem „schmerzerprobt“  

Sieht für Reisebüros gute Chancen für den Neustart – auch durch den aktuellen Digitalisierungsschub: Thomas Bösl, Chef von RTK und Reiseland

Sieht für Reisebüros gute Chancen für den Neustart – auch durch den aktuellen Digitalisierungsschub: Thomas Bösl, Chef von RTK und Reiseland. Foto: RTK 

Die Corona-Krise hat bislang nicht zum befürchteten Reisebüro-Sterben geführt. Das zeigt unter anderem ein Blick in die Zahlen der Kooperation RTK: Dort haben bis zum am Ende des vergangenen Geschäftsjahres nur rund sechs Prozent der Mitglieder ihr Geschäft aufgegeben. 

Gejubelt wird in der Burghausener Zentrale dennoch nicht: „Ich kann Ihnen sagen, dass jede Schließung außerordentlich schmerzt“, sagt Geschäftsführer Thomas Bösl im Gespräch mit touristik aktuell und fügt hinzu, dass auch neue Reisebüros hinzugekommen seien. 

Dass sich der stationäre Vertrieb bislang so wacker hält, hat Bösl zufolge mehrere Gründe. Einer ist, dass Reisebüros extrem „schmerzerprobt“ sind. Allein in den vergangenen 48 Monaten hätten sie erst die Pleiten von Germania, Air Berlin und Thomas Cook erlebt – jetzt würden sie seit einem Jahr unter der Corona-Krise leiden.  

Investitionen in Digitalisierung

Das Positive: Die meisten Reisebüros seien durchgängig für ihre Kunden dagewesen und würden aktuell stark in die Digitalisierung investieren. Dies sei eine gute Basis für den Neustart, so Bösl im Interview mit touristik aktuell.  

Gleichzeitig betont der Vertriebsprofi, dass die Reisebüros stark von der Unterstützung durch den Staat profitierten. „Bei allen Fehlern und Unschärfen der Überbrückungshilfen ist das eine tolle Hilfe für die Branche“ so Bösl.  

Wichtig sei jetzt, „dass die Überbrückungshilfe III angepasst wird und für das zweite Halbjahr 2021 weitere Unterstützungsgelder vorbereitet werden. Denn ohne die werden wir nicht auskommen.“  

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (ta 05-06/2021).   

Matthias Gürtler