Kreuzfahrten

Kreuzfahrten: Mit Buchungsrekorden in die Wave Season

Auch spektakuläre neue Schiffe – hier die MSC World Europa – sorgen derzeit für Neugeschäft. Foto: MSC Cruises

Auch spektakuläre neue Schiffe – hier die MSC World Europa – sorgen derzeit für Neugeschäft. Foto: MSC Cruises

Das Kreuzfahrtjahr 2023 hat für Anbieter und Vermittler verheißungsvoll begonnen. Der deutsche Marktführer Aida und der größte internationale Player hierzulande, MSC Cruises, vermelden im Januar die bis dato beste Buchungswoche ihrer Unternehmensgeschichte. Auch in den Reisebüros brummt das Kreuzfahrtgeschäft. 

Reederei-Manager und Reisevermittler sprechen unisono wieder von einer veritablen Wave Season. In den Vorjahren war diese Hauptbuchungsphase wegen der Corona-Pandemie beziehungsweise wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verpufft.

Preisakzeptanz steigt

Dass die Saison 2023 nun so gut begonnen hat, dürfte neben der aufgestauten Reiselust der Kunden auch an der fast vollständigen Aufhebung der weltweiten Reiserestriktionen liegen. Die gestiegenen Preise für Kreuzfahrturlaub rücken dabei in den Hintergrund.

„Durch die allgemeine Inflation ist bei den Verbrauchern das Verständnis dafür gestiegen, dass auch Reisen teurer werden. Die Preiserhöhungen sind nachvollziehbar und werden somit stärker akzeptiert“, beobachtet der Geschäftsführer des Kreuzfahrtveranstalters Nicko Cruises, Guido Laukamp. Auch die Stuttgarter vermelden aktuell Buchungsrekorde.

Buchungen wieder langfristiger

Erfreulich: Das extreme Kurzfristgeschäft ebbt ab, zugunsten längerer Vorlaufzeiten. Laut Costa-Manager Jörg Rudolph werden die Neubuchungen „wieder langfristiger, mit Schwerpunkt auf den kommenden Sommer“. Vor allem Nordeuropa-Kreuzfahrten ab deutschen Häfen seien sehr gefragt.

Auch Phoenix Reisen liegt auf Kurs und laut Geschäftsführer Benjamin Krumpen für das laufende Jahr mit 35 Prozent im Plus. Für 2024 seien es fast neun Prozent.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie im großen Kreuzfahrten-Special der ersten ta-Ausgabe des neuen Jahres, die kommende Woche erscheint.

Christofer Knaak