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Dertour stoppt Provisionsdeckelung für Bettenbanken-Hotels

Deckelung als Provisionskürzung: Die Dertour Group reagiert auf die Kritik der Reisebüros

Deckelung als Provisionskürzung: Die Dertour Group reagiert auf die Kritik der Reisebüros. Foto: SewcreamStudio / iStock

Begleitend zur Freischaltung des neuen Rundreisetools „Tourplaner“ am 29. Mai hat die Dertour Group die Provisionsdeckelung bei Bettenbanken-Hotels sowie für dynamisch angeschlossene Hotelprodukte aufgehoben. Dies sei schon seit „einiger Zeit“ geplant gewesen und gelte für alle Vertriebspartner, heißt es aus der Frankfurter Zentrale.

Die zunehmende Deckelung von Provisionen auf bestimmte Produkte war von Reisebüros immer wieder kritisiert worden. Neben der Dertour Group steht dabei vor allem auch TUI im Fokus.

Mit Blick auf die Dertour Group berichteten zahlreiche Reisebüros gegenüber touristik aktuell, dass bei ihren Dertour-Buchungen zwischen 15 und 25 Prozent der Produkte gedeckelt seien. Das heißt: Statt der vertraglich vereinbarten Staffelprovision gibt es maximal eine Vergütung von zehn Prozent – egal wie groß der Umsatz ist.

Ömer Karaca mit öffentlicher Kritik

In den Fokus der Branche hatte zuletzt Schmetterling das Thema gebracht. Während der Jahrestagung Anfang Mai in Abu Dhabi prangerte Geschäftsführer Ömer Karaca die Entwicklung als „ein Unding“ an. Reisebüros hätten mit steigenden Mieten, Personalkosten und Systemgebühren zu kämpfen und könnten im Gegenzug ihre Vergütung immer schlechter planen.

„Früher galt die Regel: Je mehr Umsatz, desto höher die Vergütung“, so Karaca während seiner Rede auf der Schmetterling-Tagung. Heute könne man fast vermuten: „Steigt die Nachfrage, geht die Provision runter.“ Das sei aus Reisebüro-Sicht wirtschaftlich nicht aktzeptabel.

Den ausführlichen Artikel zum Thema und zur Kritik Karacas lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (ta 10/2024) und in unserem E-Paper

 
Matthias Gürtler