Ryanair: 737 Max bremst Wachstum aus

Auch Ryanair bekommt die Probleme mit der Boeing 737 Max zu spüren
Auch Ryanair bekommt die Probleme mit der Boeing 737 Max zu spüren. Foto: Ryanair

Der bereits seit fast vier Monaten gegroundete Flugzeugtyp Boeing 737 Max bringt auch Billigflieger Ryanair zunehmend in die Bredouille. Nun hat die Fluglinie mit Blick auf die sich hinziehende Wiederzulassung ihre Wachstumsziele heruntergeschraubt und auch Schließungen von Basen ins Gespräch gebracht.

Laut Airline-Chef Michael O’Leary erwartet Ryanair, dass die 737 Max vor Ende 2019 wieder abheben kann. Wegen der Verzögerungen werde aber damit gerechnet, dass bis Ende Mai 2020 nur 30 Flieger dieses Modells in Betrieb gehen können statt wie bisher geplant 58. Verzögerungen gibt es auch bei der Variante Boeing 737 Max 200, von der Ryanair bislang über 130 Maschinen fest bestellt hat. Denn diese werde voraussichtlich erst innerhalb von zwei Monaten nach Aufhebung des Flugverbots für die anderen Max-Flieger zugelassen.

Wegen des geringer als geplanten Flottenausbaus hat der Low-Cost-Carrier auch seine Wachstumspläne angepasst. Demnach wird im nächsten Sommer nur ein Plus von drei statt sieben Prozent erwartet, die geplante Passagierzahl für das volle Geschäftsjahr bis März 2021 wird von 162 auf 157 Millionen reduziert.

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Das hat auch Folgen für Ryanair-Standorte: O’Leary zufolge sind für den kommenden Winter und den nächsten Sommer Kürzungen und auch Schließungen nötig. Man werde mit den Airport-Partnern beraten, welche leistungsschwachen oder verlustbringenden Basen davon betroffen seien. Im Sommer 2021 will der Billigflieger dann wieder auf „normalem Niveau“ wachsen.

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