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TUI erzielt deutliches Umsatzplus

Sieht seine Strategie bestätigt: TUI-Chef Fritz Joussen. Foto: TUI

Sieht seine Strategie bestätigt: TUI-Chef Fritz Joussen. Foto: TUI

Im Gegensatz zu Thomas Cook blickt die TUI AG auf ein sehr gutes Touristikjahr 2018 zurück. Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro, die Zahl der Gäste um 4,7 Prozent. Der Gewinn legte um 7,6 Prozent auf 730 Millionen Euro zu. Das operative Ergebnis stieg laut Konzernchef Fritz Joussen sogar um fast elf Prozent. 

Joussen sieht damit einmal mehr die eigene Strategie bestätigt: Der „Umbau vom klassischen Reiseveranstalter zum Touristikkonzern“ mit eigenen Hotels und Kreuzfahrtschiffen zahle sich aus. Rund 70 Prozent des Ergebnisses kommen Joussen zufolge aus diesem Segment, das im nächsten Jahr entsprechend ausgebaut werden soll, unter anderem mit der neuen Mein Schiff 2 sowie den beiden Luxus-Expeditionsschiffen von Hapag-Lloyd Cruises, Hanseatic Nature und Hanseatic Inspiration.

Darüber hinaus setzt Joussen auf den „Einsatz moderner IT und intelligenter Kundensysteme“. Beides biete „erhebliches Potenzial für neue Geschäfte“. Welche Rolle Reisebüros dabei einnehmen, spielt in der jüngsten Pressemitteilung keine Rolle. Klar ist jedoch: Der verstärkte Fokus auf Produkte mit hoher Marge wird sich mehr als bisher im künftigen Provisionsmodell von TUI Deutschland auswirken.

Großes Thema bei TUI – vor allem auch in Deutschland – ist die Digitalisierung: Moderne IT, künstliche Intelligenz und Algorithmen sollen künftig maßgeblich zur Steigerung des Konzernergebnisses beitragen. Zudem geht es um den weiteren Ausbau der einheitlichen globalen Plattform für das Kundenbeziehungs-Management. Ziel sei es, „den Kunden bessere und maßgeschneiderte Angebote zu machen“, so Joussen. Dafür hat der Konzern bereits massiv in den Ausbau des Geschäftsfeldes TUI Destination Experiences investiert.

Die Buchungen für den aktuellen Winter 2018/2019 liegt für den gesamten Konzern mit rund einem Prozent unter dem Vorjahresniveau. 

           

 

Kommentar (1)

  • Kevin
    am 13.12.2018
    klar - wird ja auch immer mehr am stationären Reisebüro eingespart ;)

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