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Bahnreisen: Ja zu dynamischen Preisen

Künftig flexible Preise: Das neue Tarifsystem der Bahn wird von den Touristikpartnern begrüßt

Künftig flexible Preise: Das neue Tarifsystem der Bahn wird von den Touristikpartnern begrüßt. Foto: DB

Die von der Deutschen Bahn gestartete Umstellung von RIT-Tickets auf ein flexibles Preissystem stößt bei Reiseveranstaltern auf ein positives Echo. Tagesaktuelle Bahntarife auch der Touristik zugänglich zu machen, sei „logisch“ und „nachvollziehbar“, heißt es unisono von Veranstaltern, die touristik aktuell zu diesem Thema befragt hat. 

„Diese Entwicklung folgt dem Trend in der Touristik zu einer dynamischen Preisgestaltung, wie es im Flug- oder Hotelsektor längst gang und gäbe ist“, erläutert etwa Kai de Graaff, Geschäftsführer des Bahn- und Kurzreisespezialisten Ameropa. Zudem sei das Modell im DB-Eigenvertrieb mit Flex- und Spartarifen bei Kunden seit Jahren etabliert und biete „attraktive Preise“.

Ähnlich sieht man das bei Thomas Cook und auch bei TUI. Dem Kunden eine Auswahl an Tarifen anzubieten, „entspricht dem Zeitgeist“, heißt es aus Hannover. Nun könne auch der sehr preisbewusste Gast sein perfektes Angebot schnüren. Nicht zuletzt deshalb stehe die Verfügbarkeit flexibler Bahnpreise schon lange auf der Wunschliste der Veranstalter, unterstreicht Frank Götze, Städtereisen-Chef bei DER Touristik.

Wie sich neue Preissystem, das die Bahn bis 1. November 2019 schrittweise einführen will, in der Praxis bewährt, warten die Touristikpartner allerdings erst einmal ab. „Eine seriöse Beurteilung lässt sich hier sicherlich erst nach einigen Monaten vornehmen, wenn abzusehen ist, wie sich der Markt auf die neuen Preise einstellt“, so Ameropa-Chef de Graaff.

TUI sieht auf jeden Fall technische Aufgaben auf sich zukommen: „Für TUI als Veranstalter sowie im Vertrieb ist es eine große Herausforderung, die Preise und Sitzplätze im System buchbar zu machen“, erklärt eine Unternehmenssprecherin. Laut DB müssen die Veranstalterpartner nach und nach an neue Schnittstellen angebunden werden, weshalb eine knapp elfmonatige Übergangsfrist eingeräumt wurde.

Auch wenn das neue Tarifsystem günstige Preise verspricht – attraktiv sind die bisherigen RIT-Tickets allemal. So zahlen TUI-Kunden für die Bahnanreise in der 2. Klasse momentan zwischen 49 und 99 Euro. Der Tarif „Ameropa Klassik“ beginnt indes bei 60 Euro für Fahrten bis 350 Kilometer in der 2. Klasse.

Kommentar (1)

  • Lee
    am 02.01.2019
    Diese ganzen jämmerlichen "JA" Sager... Wie peinlich ist das denn ? Die LOGIK (auch wenn ich inzw. glaube, daß diese Typchen gar keine besitzen!) von fixen RIT Tarifen war...... Ja wer kommt drauf ??? RICHTIG ! Daß man über einen (langen) Zeitraum konkrete und handfeste Angebote kalkulieren und bewerben/anbieten kann !

    Wie genau soll das in Zukunft aussehen ? Soll man als Reiseveranstalter dann 19,-€ Tarife kalkulieren und mit tollen "ab" Preisen werben, die in der REALITÄT an genau 3 Terminen des Jahres funktionieren und ansonsten dreimal so teuer sind ? Oder nimmt man lieber, um die Kunden nicht zu verärgern und zu vergraulen (in diese Richtung dürften die Überlegungen der DB in Wahrheit gegangen sein...) einen der höheren Tarife, den der Kunde dann wieder oftmals selber unterbieten kann, indem der (natürlich bevorzugt) direkt bei DB bucht + Hotel über eines dieser tollen, kundenfreundlichen Hotelportale....

    Oder noch besser : jedes Reisebüro mit DB Agentur, jeder Reiseveranstalter baut sich am besten für sechstellige Beträge (über DB Systems) eine dynamische B2C IBE, mit der dann in Echtzeit die tollen neuen RIT Tarife der Bahn mit Hotelcontent dynamisch zusammengeführt werden...

    Macht alles total Sinn.

    Für einen Profi nur eine Vorstufe in der Abschaffung dieser Tarife. Begründung dann später : brauchen wir nicht mehr. Ist ohnehin ja alles total dynamisch und flexibel bla bla bla....

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