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Thomas Cook: Kanzlei verklagt Bundesregierung

Eine Anwaltskanzlei hat die Bundesregierung auf Staatshaftung verklagt

Eine Anwaltskanzlei hat die Bundesregierung auf Staatshaftung verklagt. Foto: pixabay

Eine Anwaltskanzlei aus Düsseldorf hat vor dem Hintergrund der Insolvenz von Thomas Cook im Namen eines Mandanten am heutigen Dienstag Klage gegen die Bundesregierung beim Landgericht Berlin eingereicht. Es sei „eine erste“ Klage, äußert sich Rechtsanwältin Nicole Mutschke in einem Youtube-Video. „Bei uns geht’s im Hinblick auf Staatshaftung jetzt erst richtig los.“

Gefordert wird, dass der Staat für die Entschädigung der betroffenen Kunden aufkommt. Insolvenzversicherer Zurich haftet mit 110 Millionen Euro, einer Summe, die wohl bei weitem nicht ausreichen wird, alle Kunden vollständig zu entschädigen. (siehe hier

Zurich will voraussichtlich Anfang Dezember eine „belastbare Gesamtschadensumme und eine entsprechende Schadenquote berechnen können". Dann soll mit der „quotalen Erstattung" berechtigter Ansprüche begonnen werden, heißt es.

Geschädigte sollten ihre Ansprüche zügig über www.kaera-ag.de anmelden.

Nach eigener Aussage vertritt die Kanzlei aus Düsseldorf mehrere von der Cook-Pleite betroffene Kunden. Weitere Klagen könnten folgen.

Kommentare (2)

  • Bolz
    vor 2 Wochen
    Lohnt es sich eine klage einzureichen gegen die bundensregierung ?es ist doch zum heulen da spart man und freut sich auf die Reise und was passiert nix
  • Maier
    vor 5 Tagen
    Wenn ich auf eigene Faust mein komplettes Reisegeld einklagen möchte, wer ist dann mein richtiger Adressat für das mögliche Mahn-, Vollstreckungs- bzw. Prozessverfahren? Ist es Thomas Cook? Ist es die Zurich Insurance? Oder ist es die KAERA AG? Das mit der Bundesregierung erachte ich als langwierig und sehr unwahrscheinlich im Hinblick auf Erfolg.

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