Verkehr

DRV fordert Lufthansa zum Dialog auf

Der DRV fordert die Lufthansa-Gruppe auf, zu einem „partnerschaftlichen und fairen Umgang“ mit dem touristischen Vertrieb und den Geschäftsreiseagenturen zurückzukehren. Es sei „inakzeptabel“ wie die Airline mit ihren langjährigen Vertriebspartnern umgehe, kritisiert DRV-Präsident Norbert Fiebig auf der Jahrestagung des Verbands in Reggio di Calabria. 

Als einen ersten Schritt will der DRV mit Lufthansa ins Gespräch kommen und die Airline dazu animieren, die eigenen Systeme „so zu verfeinern, dass Reisebüros vernünftig und ökonomisch arbeiten können“. Ziel sei, dass es künftig nicht mehr zu ähnlich negativen Überraschungen komme wie zuletzt, so Fiebig auf Anfrage von touristik aktuell.

Man müsse wieder „gemeinsame Wege gehen und nicht eigene Wege zu Lasten des Vertriebs“. Die Signale von Lufthansa seien positiv, hofft der DRV-Chef auf baldige Fortschritte. 

Hintergrund: Seit 9. Oktober verkauft Lufthansa Tickets für die günstigsten Tarife nur noch über die eigenen Direktvertriebskanäle. Die Basistarife „Economy Light“ und „Business Saver“ gibt es seitdem ausschließlich über Direct-Connect-Zugänge, NDC-Schnittstellen und die LH-Website. Die Entscheidung war im Frühjahr bekannt geworden und somit viel zu kurzfristig für den Vertrieb, um sich technisch darauf einzustellen. Selbst Reisebüro-Ketten wie LCC wurden überrumpelt (siehe hier).

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