Verkehr

Germania in Geldnot

Im Flugbetrieb gibt es keine Einschränkungen, alle Germania-Flüge finden planmäßig statt. Foto: Karsten Kießling/Germania

Im Flugbetrieb gibt es keine Einschränkungen, alle Germania-Flüge finden planmäßig statt. Foto: Karsten Kießling/Germania

Die deutsche Fluggesellschaft Germania steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Man prüfe aktuell mehrere Optionen einer Finanzierung, um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern, heißt es von der Airline. Es gehe dabei um die zentrale Frage, wie man als mittelständisches Unternehmen auch weiterhin in einem Marktumfeld schlagkräftig bleiben könne, das von Fluggesellschaften mit konzernähnlichen Strukturen geprägt sei. 

Zugleich unterstreicht das Unternehmen, dass es beim Flugbetrieb keine Einschränkungen gebe: „Alle Germania-Flüge finden planmäßig statt“, heißt es. Das soll nicht nur die Passagiere, sondern sicherlich auch die touristischen Partner beruhigen. Denn vor allem die großen Reiseveranstalter sind regelmäßige Charter-Kunden.

Die finanziellen Schwierigkeiten führt die Airline auf die „Umbruchphase“ der europäischen Luftfahrt zurück. Insbesondere das vergangene Jahr sei mit großen Herausforderungen verbunden gewesen. Große Belastungen seien vor allem die massive Kerosinpreissteigerung über den Sommer bei gleichzeitiger Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar und erhebliche Verzögerungen bei der Einflottung von Fluggerät gewesen. Hinzu gekommen sei eine außergewöhnlich hohe Anzahl technischer Service-Leistungen an der Flotte.

Germania ist zwar mittelständisch geprägt, zählt aber neben der Lufthansa-Gruppe, Condor und TUI Fly zu den größten deutschen Airlines. Die konzernunabhängige Gesellschaft befördert auf der Kurz- und Mittelstrecke jährlich rund vier Millionen Passagiere. Bedient werden von 18 Abflughäfen aus über 60 Ziele. Zusammen mit der Schweizer Germania Flug AG und der Bulgarian Eagle betreibt Germania eine Flotte von 37 Flugzeugen.

Kommentar (1)

  • Helmut Samstag
    am 09.01.2019
    Das war es wohl fast....Wenn ein Liquiditätsengpass soweit an die Öffentlichkeit dringt ist es meist bereits Viertel nach Zwölf. Das haben die letzten Konkurse von Airlines gezeigt. Ich denke dass bereits mit Hochdruck an dem kurzfristigen Ersatz bei TUI , Thomas Cook und Anderen gebastelt wird. Schade denn denn damit dünnt sich das Airlne Angebot von in Deutschland registrierten Airlines weiter aus. Bald werden wir unseren Kunden nur noch unbekannte Exoten mit s Flechten Flugerbindungen und Fluugzeiten präsentieren können. Schon jetzt ist das Angebot mehr als dürftig und gerade im Bereich der Nurflüge bei TUIfly auch extrem teuer.

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