Verkehr

Germania: Veranstalter warten ab

Krise bei dem Charterflieger Germania – die Veranstalterpartner sehen bislang aber keinen Handlungsbedarf

Krise bei dem Charterflieger Germania – die Veranstalterpartner sehen bislang aber keinen Handlungsbedarf. Foto: Germania

Die mit der angeschlagenen Fluggesellschaft Germania kooperierenden Reiseveranstalter sehen bislang keinen akuten Handlungsbedarf. Bei TUI etwa seien Änderungen beim Flugangebot „derzeit nicht geplant“, teilt eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage mit. Auch bei FTI und DER Touristik wartet man die Entwicklungen bei dem Berliner Linien- und Charterflieger erst einmal ab. „Sollte es zu Anpassungen im Flugplan kommen, werden wir Alternativen zur Verfügung stellen“, heißt es bei DER Touristik.

Ohnehin wären die großen Veranstalter im Wintergeschäft von einem möglichen Aus von Germania nicht stark betroffen. So hat TUI nach eigenen Angaben in den kommenden Tagen nur noch eine geringe Anzahl an Vollcharterflügen ab Leipzig/Halle gebucht, die das Angebot der insolventen Fluglinie Small Planet Airlines ersetzt. Ab 19. Januar übernimmt TUI Fly die Flüge, die der Partner White Airways durchführen wird. „Zudem haben wir vereinzelt Kontingente von Sekundärflughäfen bei Germania im Winter und Sommer eingekauft“, fügt die TUI-Sprecherin hinzu.

Germania hatte am Dienstag eingeräumt, in akuten finanziellen Schwierigkeiten zu stecken (siehe hier). Inzwischen sieht es aber bei dem Unternehmen offenbar schon wieder besser aus: Wie aus Unternehmenskreisen verlautete, hat Geschäftsführer Karsten Balke in einem internen Schreiben an die Belegschaft mitgeteilt, dass es positive Gespräche mit möglichen Investoren und auch schon Zusagen für eine kurzfristige Finanzierung gebe.

 

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