Verkehr

Germania-Krise: Airline glaubt an schnelle Lösung

Optimistisch: Germania will in dieser Woche die finanzielle Krise lösen

Optimistisch: Germania will in dieser Woche die finanzielle Krise lösen. Foto: Germania

Die angeschlagene Fluggesellschaft Germania rechnet damit, ihre wirtschaftliche Krise in dieser Woche lösen zu können. „Nach den Zahlungseingängen vom Donnerstag führen wir unsere Gespräche mit weiteren aussichtsreichen Partnern intensiv fort. Wir sind optimistisch, im Laufe der nächsten Woche zu einem abschließenden positiven Ergebnis zu kommen“, heißt es in einem Statement von Germania-Sprecher Lars Wagner vom Wochenende.

Weiterhin betont Wagner, dass der Flugbetrieb „stabil und ohne Einschränkungen“ laufe: „Alle Flüge werden planmäßig durchgeführt.“ Der Charter- und Ferienflieger freue sich „über den anhaltenden Zuspruch unserer Passagiere sowie der Reiseveranstalter und Flughäfen unserem Unternehmen gegenüber“.

Ebenfalls am Wochenende wies die Berliner Airline einen Spiegel-Bericht zurück, wonach Germania 40 Millionen Euro an den Sohn des Firmengründers Hinrich Bischoff zahlen soll. Dieser Rechtsstreit belaste die Suche nach einem Geldgeber zusätzlich, so das Nachrichtenmagazin.

Dies kritisiert Wagner als „irreführende Berichterstattung“. Dadurch werde der Eindruck erweckt, die aktuelle Lage der Germania sei durch eine private Forderung entstanden. „Dies ist nicht der Fall“, betont der Airline-Sprecher.

Denn in dem maßgeblichen Urteil vom 16. Oktober 2018 habe das Landgericht Cottbus entschieden, dass dem Kläger über den seit dem Jahr 2015 angebotenen Abfindungsbetrag keine weiteren Forderungen zustünden. Hinsichtlich der ausgeurteilten Abfindung in Höhe von 9,5 Millionen Euro habe die Airline bereits seit dem Jahresabschluss 2017 eine von der S.A.T. Fluggesellschaft mbH gebildete Rückstellung entsprechend übernommen.

Hintergrund ist ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen Germania und dem Sohn des Firmengründers, Erik Bischoff. Dieser war 2015 aus der Beteiligungsgesellschaft ausgestiegen, welche die Flugzeuge Germanias hielt. Die Streitsumme von 40 Millionen Euro verlangt er als Ausgleich für seine Anteile, was die Germania-Führung ablehnt.

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