Verkehr

Germania: Hilfe vom Ex-Air-Berlin-Chef?

Weiter Zittern um Germania – wird Joachim Hunold jetzt zum Retter?

Weiter Zittern um Germania – wird Joachim Hunold jetzt zum Retter? Foto: Germania

Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Ausgerechnet der Ex-Chef der Pleite-Airline Air Berlin, Joachim Hunold, will offenbar zusammen mit anderen Investoren die angeschlagene Fluggesellschaft Germania retten. Wie die Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung (NRZ) berichtet, arbeitet eine nordrhein-westfälische Investorengruppe unter Koordination der ehemaligen Airline-Manager Hunold, Udo Stern und Jörn Hellwig (beide früher bei Blue Wings) mit Hochdruck an einer Rettung. 

Nach einem Besuch in der Berliner Germania-Zentrale und Blick in die Unterlagen soll kurzfristig ein zweistelliger Millionen-Betrag bereitgestellt werden, heißt es in dem Bericht. Dabei gehe es den Investoren, die alle aus Nordrhein-Westfalen stammten, um die Überbrückung der Liquiditätslücke bis zum Beginn des Sommerflugplans. Dem Berliner Charter- und Ferienflieger fehlen derzeit 15 Millionen Euro.

Nachdem die Krisen-Airline Mitte Januar gemeldet hatte, ihr Finanzloch schließen zu können (siehe hier), kamen in der vergangenen Woche wieder Zweifel auf. So hat das Unternehmen Medienberichten zufolge die Januar-Gehälter seiner Mitarbeiter bisher nicht ausgezahlt. Zugleich bleibt weiterhin unklar, ob und inwieweit schon Gelder an Germania geflossen sind und woher sie stammen.

Die Airline selbst kommentiert die Spekulationen bislang nicht, sondern verweist laut Bericht auf laufende Finanzierungsgespräche. Davon abgesehen laufe der Flugbetrieb wie gewohnt weiter, heißt es.

Wenn das Finanzierungsproblem aber nicht rasch gelöst wird, könnte es für die Fluglinie bald eng werden. Das Luftfahrt-Bundesamt, bei dem Germania wegen der Finanzkrise ohnehin schon unter verstärkter Beobachtung steht, könnte laut Handelsblatt die Fluglizenz entziehen, wenn nicht ausreichend Mittel für Betrieb und Wartung der Maschinen nachgewiesen werden können.

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