Verkehr

Germania: Insolvenzverwalter spricht mit Investoren

Hoffnung für Germania-Mitarbeiter: Der Insolvenzverwalter führt erste Investorengespräche

Hoffnung für Germania-Mitarbeiter: Der Insolvenzverwalter führt erste Investorengespräche. Foto: Germania

Für die insolvente Fluglinie Germania gibt es wieder einen Lichtblick: Der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg steht bereits in Kontakt mit möglichen Investoren. Man führe „Gespräche mit Interessenten über mögliche Konstellationen einer Übernahme“, heißt es in einer Mitteilung.

Damit die momentan gegroundete Airline für mögliche Investoren attraktiv bleibt, bemüht sich Wienberg zugleich darum, das Unternehmen am Leben zu erhalten. „Unser vorrangiges Ziel ist es, die Fluglinie betriebsbereit zu halten, um die Start- und Lande-Slots behalten zu können“, so Wienberg. Das sei Grundvoraussetzung für eine „Lösung, die den Geschäftsbetrieb als Teil oder als Ganzes erhält“.

Dazu erforderlich sei vor allem eine intakte Infrastruktur: einsatzbereite Flugzeuge, Crews und Wartungsleistungen. Um dies sicherzustellen, führt der Insolvenzverwalter nach eigenen Angaben derzeit Gespräche mit dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) und den Leasing-Gebern von 27 Germania-Maschinen.

Und ein erster wichtiger Schritt sei schon vollzogen worden: In Absprache mit dem LBA habe man die Betriebsgenehmigung der Germania Technik Brandenburg GmbH aufrecht erhalten. Das Unternehmen mit knapp 180 Mitarbeitern betreut überwiegend die Germania-Flotte. Damit können die Maschinen weiter gewartet und betriebsbereit gehalten werden.

Auch sind Wienberg zufolge bislang keine Kündigungen ausgesprochen worden. Die Arbeitsverträge der rund 1.700 Mitarbeiter der drei Gesellschaften gelten unverändert weiter und diese werden je nach betrieblichen Erfordernissen auch weiter eingesetzt.

So sei ein Teil des fliegenden Personals derzeit noch damit beschäftigt, die 27 Germania-Flugzeuge abzustellen. Darüber hinaus müssen die Maschinen alle zwei Wochen in die Luft, damit ihre Betriebsgenehmigung nicht verfällt. Auch dafür soll ein Teil der Crews eingesetzt werden.

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